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Die baden-württembergische Kulturministerin Susanne Eisenmann (CDU) spricht am 23.05.2016 in Stuttgart (Baden-Württemberg) während eines Interviews.
Die baden-württembergische Kulturministerin Susanne Eisenmann (CDU) spricht am 23.05.2016 in Stuttgart (Baden-Württemberg) während eines Interviews. © dpa
31.05.2016

Kultusministerin sieht keine Sexualisierung im Bildungsplan

Die neue Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) kann den Vorwurf einer Sexualisierung von Kindern durch den neuen Bildungsplan nicht nachvollziehen. «Der Kernvorwurf war ja, dass der Bildungsplan zur Sexualisierung der Kinder beiträgt. Das kann ich Stand heute nicht erkennen», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Die grün-schwarze Regierung werde den Bildungsplan, der mittlerweile in Kraft sei, nach einer gewissen Zeit überprüfen. Dann werde man sich auch den Vorwurf genauer ansehen.

Die Einführung der neuen Bildungspläne noch unter Eisenmanns Vorgänger Andreas Stoch (SPD) war umstritten, weil die Akzeptanz sexueller Vielfalt darin eine Rolle spielt - damit wollten Grüne und SPD, in deren Regierungszeit der Bildungsplan erarbeitet wurde, der Diskriminierung entgegenwirken. Gegner sehen darin eine Sexualisierung der Kinder. Die konservative Initiative «Demo für alle» wandte sich mit Demonstrationen in Stuttgart dagegen.

Eisenmann sagte: «Sexualisierung ist sicher ein Thema, da verstehe ich die Eltern.» Aber sie halte nicht die Schule für den Auslöser, sondern die Medien. «Und das wird für die Schule alleine nicht beherrschbar sein. Das ist ein klassisches Beispiel dafür, wo es nicht ohne Eltern geht.»