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© Symbolbild: dpa
17.07.2017

Kurioser Raubüberfall: Durch Biss in den Daumen Wertsachen erpresst

Karlsruhe. Zählt das nun zur Gattung „bewaffneter Überfall“? Ein Schwarzafrikaner hat einem 29-Jährigen aus Kamerun dessen Handy, Geldbörse und Schlüsselbund geraubt. Zwar hatte er weder Pistole noch Messer noch eine andere Hieb- oder Stichwaffe gezückt, dafür nutzte er sein Gebiss als gnadenlose und effektive Waffe. Er hatte den Daumen seines Raubopfers nahezu bis auf den Knochen durchgebissen.

Den kriminalpolizeilichen Ermittlungen zufolge war es zwischen beiden Männern bereits zuvor in einem Lokal der Adlerstraße zu Streitigkeiten gekommen. Der 29-Jährige verließ daraufhin das Lokal und ging die Kaiserstraße entlang. Plötzlich sei er an seinem Hemd ergriffen und umgedreht worden. Der nunmehr vor ihm stehende Täter habe ihm dann unvermittelt und äußerst schmerzhaft in den Daumen der rechten Hand gebissen und diesen so lange im Mund behalten, bis das Opfer seine Wertsachen auf dem Gehweg ablegte.

In der Folge nahm sich der Angreifer die Wertsachen und flüchtete in östlicher Richtung. Fahndungsmaßnahmen der Polizei führten zu keinem Ergebnis.

Ein Rettungsteam führte die Erstversorgung durch und brachte den Verletzten in ein Krankenhaus. Dort stellte sich heraus, dass der Daumen fast bis auf den Knochen durchgebissen war.

Der Täter war wie auch das Opfer Schwarzafrikaner, etwa Ende 20 Jahre alt, 1,80 bis 1,90 Meter groß. Er trug lockiges schwarzes Haar und war mit einem roten zerrissenen T-Shirt bekleidet. Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst unter Telefon (0721) 939-5555 entgegen.

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