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© Symbolbild: dpa
30.01.2014

Kurioser Unfall, seltsame Reaktionen, staunende Polizisten

Heilbronn. Einen nicht alltäglichen Verkehrsunfall hatten die Beamten des Heilbronner Polizeireviers am Mittwoch zu bearbeiten. Dabei hatte ein 71-Jähriger ein Auto an- und einen Bauarbeiter umgefahren, bevor er noch ein paar Meter weiterrollte, um nach einem weiteren Rempler einzuparken. Doch das war noch nicht alles, was die Polizisten staunen ließ.

Um 10.30 Uhr streifte ein 71-jähriger Peugeot-Fahrer einen geparkten Mercedes. Ungeachtet dessen fuhr der Unfallverursacher weiter. Nach etwa 40 Metern Fahrt erreichte der Peugeot-Fahrer eine Arbeitskolonne und wollte vor dieser einparken. Der Hinweis eines 46-jährigen Arbeiters, dass er hier nicht parken könne, wollte der 71-Jährige wohl befolgen und fuhr weiter, allerdings stieß er dabei den 46-Jährigen um, der glücklicherweise nur leichter verletzt wurde. Wiederum nach rund zehn Meter Fahrt streifte der Peugeot einen geparkten Ford und parkte dann vor diesem Auto ein.

Ein Zeuge, der den gesamten Vorgang beobachten konnte, sprach kurz mit dem am Boden liegenden verletzten Arbeiter, während der 82-jährige Besitzer des beschädigten Mercedes zu seinem Auto kam und losfahren wollte. Der Verletzte machte den 82-Jährigen auf den Schaden an dessen Auto aufmerksam. Dem schien dies aber nichts auszumachen, denn er meinte, dass er sich ohnehin ein neues Auto kaufen wolle. Gleich darauf fuhr er weg, noch bevor die Polizei am Unfallort eintraf.

Der Mercedes-Fahrer wurde wenig später ermittelt. Der Sachschaden an seinem Auto ist relativ gering.

Der Unfallverursacher schien offenbar körperlich nicht mehr in der Lage zu sein, ein Fahrzeug sicher im Straßenverkehr bewegen zu können. SeinFührerschein, denn er jedoch nicht mitgeführt hatte, wurde beschlagnahmt.