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Die Bietergemeinschaft rund um die Stadt Stuttgart hat im Milliardenpoker um die etwa 21.500 Wohnungen der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) verloren.
14.02.2012

LBBW-Milliardendeal geplatzt - Mietern drohen höhere Kosten

Stuttgart/Augsburg. Auf viele Bewohner der 21.000 verkauften LBBW-Wohnungen könnten mit dem Eigentümerwechsel saftige Mietsteigerungen zukommen. Der neue Besitzer, ein Konsortium um die Patrizia Immobilien AG aus Augsburg, darf die Mieten in den nächsten fünf Jahren um durchschnittlich drei Prozent jährlich plus Inflation anheben. Auf Basis der jüngeren jährlichen Inflationsraten und einer durchschnittlichen Miete im Südwesten von knapp 800 Euro ergeben sich damit zunächst rund 40 Euro mögliche Erhöhung - monatlich. Das macht aufs Jahr gerechnet rund 500 Euro denkbare Zusatzbelastung. Oder auf Sicht für die vollen fünf Jahre locker 200 Euro höhere Monatsmieten.

Bildergalerie: LBBW-Milliardendeal für Stuttgart geplatzt

Dieser Höchstwert setzt freilich voraus, dass die neuen Eigentümer die Möglichkeiten für Erhöhungen voll ausschöpfen. Noch ist unklar, welche Pläne die Augsburger verfolgen, und ob sie die Spanne der drei Prozent plus Inflation in einem Konzept für möglich halten.

Die Chefs der Patrizia wollten sich am Dienstagvormittag den Fragen der Medien stellen. Nachdem sie am späten Montagabend den Zuschlag erhalten hatten, ließ Vorstandsvorsitzender Wolfgang Egger erklären: «Patrizia ist sich der großen Verantwortung bewusst, die sie gegenüber (...) den Mietern (...) hat.» Das Geschäft sei ein langfristiges Engagement. Unter anderem sei geplant, jährlich 25 Millionen Euro in die Qualität der Wohnungen zu investieren. dpa