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13.05.2013

Land entschädigt Schülerin nach Sex mit Lehrer

Trier. Nach dem Rechtsstreit um den Sexskandal eines Lehrers aus dem Kreis Neuwied zahlt das Land Rheinland-Pfalz einer ehemaligen Schülerin eine Entschädigung. «Mit dieser Vereinbarung sollen der Familie weitere gerichtliche Auseinandersetzungen erspart werden», sagte eine Sprecherin der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Rheinland-Pfalz in Trier und bestätigte damit einen Bericht des SWR. Über die Ende April beschlossene Summe wollte sie keine Auskunft geben.

Im Jahr 2007 hatte der ehemalige Hauptschullehrer ein Verhältnis mit der damals 14-jährigen Schülerin. Das Landgericht Koblenz hatte Ende vergangenen Jahres eine Schadenersatzklage gegen ihn abgewiesen - zuvor war er vor dem Oberlandesgericht (OLG) Koblenz in einem Strafverfahren freigesprochen worden. Weil der Mann lediglich der Vertretungslehrer des Mädchens war, habe kein Obhutsverhältnis bestanden, begründeten die OLG-Richter ihren umstrittenen Freispruch.

Im April dieses Jahres war der mittlerweile aus dem Schuldienst entlassenen Lehrer wegen eines anderen Vorfalls zu einer Zahlung von 2000 Euro Schadenersatz wegen sexuellen Missbrauchs Schutzbefohlener verurteilt worden. Er hatte einer Schülerin zwischen die Beine gegriffen.

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