Coronavirus - Maske
Ab Montag tritt die am Freitag verabschiedete Corona-Verodnung des Landes Baden-Württemberg in Kraft. 

Land passt Corona-Verordnung an: Das sind die Änderungen ab Montag

Baden-Württemberg. Das baden-württembergische Kabinett hat am Freitag eine Änderung der Corona-Verordnung verabschiedet. Das gab die Landesregierung am Freitagabend bekannt. PZ-news gibt einen Überblick über die Regeln, die sich ab Montag ändern.

Laut der am Freitagabend veröffentlichten Pressemitteilung der Landesregierung treten die verabschiedeten Änderungen ab Montag, 26. Juli in Kraft. Die wesentlichsten Punkte der Landesverordnung zur Eindämmung des Coronavirus sind eine Verländerung der Verordnung bis 12. August. Bis dahin bleiben die in der Verordnung festgelegten Regeln in Kraft. Zudem werden nach Berücksichtigung des Beschlusses der Arbeitsgruppe Großveranstaltungen der Chefs der Staatskanzleien die Besucherzahlen bei Großveranstaltungen auf 50 Prozent der zugelassenen Kapazität bei höchstens 25.000 Personen begrenzt. 

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"Nach aktuellem Fortschritt der Impfkampagne wird voraussichtlich zum 15. September 2021 jede Bürgerin und jeder Bürger in die Lage versetzt worden sein, die Zweitimpfung und damit einen vollständigen Impfschutz erhalten zu haben. Die Landesregierung geht daher aktuell davon aus, dass in künftigen Regelungen die Eingriffsintensität für vollständig geimpfte Personen weiter reduziert werden kann", wie es in der Mitteilung heißt. 

Die wesentlichen Änderungen der Corona-Verordnung im Überblick:

Änderungen bei (Sport-)Veranstaltungen:

  • Einführung einer Begrenzung von 50 Prozent der zugelassenen Kapazität, höchstens jedoch 25.000 Zuschauende in den Inzidenzstufen 1 und 2. Hier ist ab Überschreitung der festen Personenzahlgrenzen stets ein 3G-Nachweis erforderlich. Damit hat die Zwischenstufe der 30-Prozent- bzw. 20-Prozent-Auslastung keinen Anwendungsbereich mehr und wurde daher gestrichen.

  • Die Maskenpflicht wurde konkretisiert. Die Maske darf nun im Freien abgenommen werden, wenn fest zugewiesene Sitzplätze eingenommen werden, die den Mindestabstand von 1,5 Metern aufweisen.

  • Bei Sportveranstaltungen gilt ein Alkoholverbot ab einer Veranstaltungsgröße von 5.000 Personen.

Klarstellung Volksfeste, Jahrmärkte und Flohmärkte:

  • Jahrmärkte und (auch private) Flohmärkte fallen unter die Regelung des Einzelhandels, sofern nur der Verkauf von Waren stattfindet.

  • Volksfeste und Stadtfeste mit Schaustellergeschäften erhalten eine neue Spezialregelung, die der Regelung zu stationären Freizeitparks. Diese müssen auf einem abgegrenzten Areal mit Zutrittskontrollen stattfinden und ein Betreiber muss die Gesamtverantwortung für das Hygienekonzept übernehmen. Bei dieser Gestaltungsform sind Festzelte und Freilichtbühnen nicht gestattet, erlaubt sind aber übliche (Außen-)Gastronomieangebote.
  • Stadtfeste und Veranstaltungen mit reinem Festzelt- oder Freilichtbühnenbetrieb, aber mit einer unerheblichen Anzahl von Schaustellergeschäften, bleiben zulässig. Auch Vereinsfeiern sind von der Vorschrift erfasst.

  • Touristische Verkehre (Ausflugsschifffahrt, touristischer Bahn-, Bus- und Seilbahnverkehr) erhalten eine neue Wahlmöglichkeit in Inzidenzstufe 2. Zulässig ist eine Auslastung von 100 Prozent der Fahrgastzahlen mit 3G-Nachweis oder 75 Prozent der Fahrgastzahlen ohne 3G-Nachweis.

Die aktuelle Corona-Verordnung des Landes ist auf der Internetseite der Landesregierung zu finden. 

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