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Der vom damaligen Ministerpräsidenten Stefan Mappus initiierte Kauf von EnBW-Aktien könnte nun über 100 Millionen Euro Verlust für das Land Baden-Württemberg bedeuten. Foto: Ketterl
Der vom damaligen Ministerpräsidenten Stefan Mappus initiierte Kauf von EnBW-Aktien könnte nun über 100 Millionen Euro Verlust für das Land Baden-Württemberg bedeuten. Foto: Ketterl
05.10.2016

Land rechnet mit sehr hohen Verlusten durch EnBW-Deal von Mappus

Stuttgart. Der Kauf von EnBW-Aktien im Jahr 2010 könnte Baden-Württemberg deutlich teurer zu stehen kommen als bisher gedacht. „Wir müssen im Haushalt 2017 einplanen, dass es mögliche Verluste von bis zu 122,9 Millionen Euro geben könnte“, sagte ein Sprecher von Finanzministerin Edith Sitzmann (Grüne) in Stuttgart.

Zuletzt hatten sich die Verluste bei der Beteiligungsgesellschaft Neckarpri, über die das Land die Aktien hält, auf 50 Millionen Euro belaufen. Sie konnten über einen Überschuss von 2011 abgefangen werden, der nun aber aufgebraucht ist. Unter der Federführung des damaligen Ministerpräsidenten Stefan Mappus (CDU) hatte das Land 2010 vom französischen Energiekonzern EDF 45 Prozent der EnBW-Aktien für 4,7 Milliarden Euro zurückgekauft. Auch wegen der Fukushima-Atomkatastrophe 2011 und des Wegbruchs des einst lukrativen Atomgeschäfts der EnBW stellte sich der Kauf als schlechte Investition heraus.