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Peter Erben am Neckartor, in dessen Nähe er wohnt. Foto: dpa
Peter Erben am Neckartor, in dessen Nähe er wohnt. Foto: dpa
21.11.2017

Land und Bürger zanken über Stuttgarter Neckartor-Verkehr

Stuttgart. Die Diskussion zwischen dem Land und einer Bürgerinitiative wegen zu viel Verkehr am Hotspot Neckartor in Stuttgart und den daraus resultierenden Abgasen ist ohne neue Ergebnisse ausgegangen. „Das Land wehrt sich mit rechtlichen Mitteln dagegen, den Vergleich zu erfüllen, und zahlt die Strafen aus dem Steuertopf. Das ist schon verrückt“, sagte Peter Erben von der Initiative Neckartor in Stuttgart. Die Gruppe wirft der Landesregierung vor, in den vergangenen knapp 20 Monaten kein entsprechendes Handlungskonzept erarbeitet zu haben.

„Wir halten die Wünsche der Betroffenen, dass es zu deutlichen Verbesserungen kommt, natürlich für legitim“, sagte Staatsrätin Gisela Erler (Grüne), die sich die Belange anhörte. Man sehe derzeit aber keine Möglichkeit zu schnellen und rechtsfesten Umsetzungen. Stattdessen müsse man über mehr öffentliche Verkehrsmittel und den Ausbau des Fahrradverkehrs in der Stadt nachdenken.

Im Frühjahr 2016 hatte das Land den Anliegern des besonders belasteten Neckartors gerichtsfest zugesagt, den dortigen Verkehr ab 2018 an Tagen mit hoher Luftverschmutzung um 20 Prozent zu reduzieren. In der Praxis scheiterte das Land jedoch: Im Oktober war bekanntgeworden, dass jedes Verkehrsverbot am Neckartor dort zwar zu weniger Feinstaub führe, andernorts in der Stadt aber zu mehr.