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Verkehr in Ulm.
Verkehr in Ulm. © dpa
21.06.2013

Land will weniger Lärm - Konzept nimmt Verursacher ins Visier

Stuttgart. Lärmgeplagten Menschen im Südwesten soll umfassend geholfen werden. Das «Konzept für eine ruhigere Umwelt» sehe vor, nicht nur den Lärm an einzelnen Streckenabschnitten zu betrachten, sondern Mehrfachbelastungen durch Straße und Schiene zusammen zu untersuchen, erläuterte die Staatssekretärin und Lärmschutzbeauftragte Gisela Splett (Grüne) am Freitag in Stuttgart. «Unser Konzept geht das Problem verkehrsträgerübergreifend an.»

Die Gesamtanalyse erlaube es, die Kosten für Lärmsanierung - etwa Lärmschutzwände - zwischen den unterschiedlichen Verursachern aufzuteilen.

Im Südwesten sind laut Verkehrsministerium außerhalb der Ballungsräume 144 000 Menschen in der Nacht Lärmpegeln von mehr als 55 Dezibel ausgesetzt. Dies entspricht etwa normaler Sprache in einem Meter Abstand (60 Dezibel) oder einem Staubsauger in einem Meter Abstand (70 Dezibel). Auf Dauer kann Lärm die Gesundheit schädigen.