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Grün-Rot hat sich sein Berliner Sommerfest von einem Granatenhersteller mitfinanzieren lassen.
Grün-Rot hat sich sein Berliner Sommerfest von einem Granatenhersteller mitfinanzieren lassen. © dpa
21.07.2014

Landesvertretung verteidigt Sponsoring durch Rüstungsunternehmen

Spötter sprechen schon von einer «Bombenparty»: Grün-Rot hat sich sein Berliner Sommerfest von einem Granatenhersteller mitfinanzieren lassen. Bei den Grünen wird der Ruf nach Konsequenzen laut. Bundesratsminister Peter Friedrich (SPD) verteidigte diese Entscheidung am Montag.

Die baden-württembergische Landesvertretung hat das Sponsoring der Stallwächterparty durch ein Rüstungsunternehmen verteidigt. Bundesratsminister Peter Friedrich (SPD) teilte am Montag mit, die Firma Diehl sei als einer von 32 Sponsoren aufgetreten - und zwar auf Grundlage der Sponsoring-Richtlinie des Landes. Das Sponsoring sei nicht unstatthaft gewesen, sagte der Minister. Ob Diehl auch künftig zu den Sponsoren gehören wird, ließ Friedrich offen. «Wir werden das entscheiden, wenn die Frage im nächsten Jahr ansteht.» 

Zudem sei noch unklar, ob Diehl selbst überhaupt noch einmal als Sponsor des traditionellen Sommerfestes auftreten wolle, sagte Friedrich. Das Unternehmen, das unter anderem Granaten und Lenkflugkörper herstellt, hatte 5000 Euro für die traditionelle Stallwächterparty gespendet. Das geht auch aus einer Übersicht hervor, die das Staatsministerium zur Feier am 10. Juli veröffentlicht hat.