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In der Landeserstaufnahmestelle (LEA) für Flüchtlinge in Karlsruhe warten Flüchtlinge auf ihre Registrierung. Um den Zuwachs der Asylsuchenden zu bewältigen, ist zum Beispiel in einer Übungshalle der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal eine Notunterkunft für Flüchtlinge eingerichtet worden.
In der Landeserstaufnahmestelle (LEA) für Flüchtlinge in Karlsruhe warten Flüchtlinge auf ihre Registrierung. Um den Zuwachs der Asylsuchenden zu bewältigen, ist zum Beispiel in einer Übungshalle der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal eine Notunterkunft für Flüchtlinge eingerichtet worden. © dpa
09.10.2014

Landkreis Esslingen will keine Flüchtlinge mehr aufnehmen

Der Kreis Esslingen will laut einem Bericht von kommender Woche an keine Flüchtlinge mehr aufnehmen. Das habe, laut Medienberichten, Landrat Heinz Eininger (CDU) Integrationsministerin Bilkay Öney (SPD) geschrieben. In dem Kreis seien 1400 Flüchtlinge untergebracht, für den November seien weitere 244 angekündigt, doch es gebe keine Unterkünfte mehr.

Zudem fordert der Landrat mehr Geld vom Land: «Wir bekommen 13.000 Euro pro Asylbewerber. Das muss zwei Jahre reichen», sagte Eininger. Es sei aber viel zu wenig. «Wir legen pro Flüchtling das Doppelte drauf.» Dass die Kreise angesichts der pauschalen Erstattung vom Land Miese machen, beklagen die Kommunen schon seit längerem. Am heutigen Donnerstag will der Landkreistag erstmals die Defizite beziffern, die den Kommunen durch die Unterbringung von Flüchtlingen entstehen.