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Vier Männer hatten bei Karlsruhe ein Jahr lang immer wieder Hindernisse wie dieses Nagelbrett auf Straßen gelegt, die Auto- und Motorradfahrer hätten töten können. 
Vier Männer hatten bei Karlsruhe ein Jahr lang immer wieder Hindernisse wie dieses Nagelbrett auf Straßen gelegt, die Auto- und Motorradfahrer hätten töten können.  © dpa/Polizei
05.12.2012

Lange Haftstrafen im Karlsruher Gullydeckel-Prozess gefordert

Im Karlsruher Gullydeckel-Prozess hat die Staatsanwaltschaft am Mittwoch Haftstrafen von bis zu zehn Jahren für die vier Angeklagten gefordert. Die vier Männer im Alter zwischen 23 und 30 Jahren sollen unter anderem Gullydeckel, Fernseher oder Holzklötze auf Straßen platziert sowie alte Autos, Strohballen und einen Reisebus in Brand gesetzt haben.

Die Anklage lautet auf versuchten Totschlag, gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr sowie Brandstiftung in jeweils mehreren Fällen. Die vier Männer hätten billigend den Tod von arglosen Verkehrsteilnehmern in Kauf genommen, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Ein klares Motiv liege jedoch nicht vor. Offenbar hätten die berufstätigen und familiär fest verwurzelten Angeklagten aus Langeweile und Abenteuerlust gehandelt. Die vier Verteidiger wiesen den Vorwurf des versuchten Mordes zurück und plädierten wegen Gefährdung im Straßenverkehr und Brandstiftung auf «angemessene» Bestrafungen. Am Dienstag, 11. Dezember, soll das Urteil verkündet werden. dpa