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Ein betrunkener Lkw-Fahrer ist in Bruchsal einfach mitten durch den Kreisverkehr gerast und dann umgekippt.
Ein betrunkener Lkw-Fahrer ist in Bruchsal einfach mitten durch den Kreisverkehr gerast und dann umgekippt. © Symbolbild: dpa/Dietz
30.04.2012

Lastzug donnert über Kreisel und kippt um

Bruchsal. Schneller ist nicht immer besser, und eine Abkürzung kann manchmal enormen Zeitverlust bedeuten. Das hat ein betrunkener Lkw-Fahrer erleben müssen, der den kürzesten Weg über einen Kreisverkehr in Bruchsal nehmen wollte. Am Ende kippte der Sattelzug um, die Ladung und der Dieseltreibstoff verteilten sich in der näheren Umgebung und der Führerschein wechselte vorübergehend den Besitzer.

Der 29-jährige Fahrer des Sattelzuges war am Montag um 6.10 Uhr von Bruchsal in Richtung Büchenau unterwegs. Wegen Unachtsamkeit – und bestimmt auch weil er am Vorabend etwas zu stark dem Alkohol zugesprochen hatte – übersah er den nicht gerade neu an dieser Stelle errichteten Kreisverkehr. Schnurstracks ging die Fahrt über den Kreisel hinweg, durch die Leitplanken, vorbei an einigen Bäumen, bevor der Sattelzug umkippte und auf der Seite liegen blieb.

Der angegurtete Fahrer verletzte sich dabei nur leicht und konnte, wie Zeugen es formulierten, mit seinen 2,2 Promille aus seiner Fahrerkabine krabbeln. Der Bauschutt, den der Lkw geladen hatte, verteilte sich zum Unmut der Forstverwaltung aus dem Anhänger im angrenzenden Wald. Da auch Diesel aus dem Tank lief, musste ein Vertreter des Umweltamtes tätig werden. Zudem noch die Feuerwehr, ein Bagger für die Ladung, ein Bergungsunternehmen zum Aufrichten des Sattelzuges und die Polizei für die Unfallaufnahme und für die bis 11.30 Uhr andauernde Sperrung der L558.

Der leichte verletzte Fahrer hingegen konnte nach einer Blutentnahme und einer kurzen Behandlung das Krankenhaus rasch wieder verlassen. Allerdings ohne seinen Führerschein. pol

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