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War es die Schuld des Lotsen, die das Kreuzfahrtschiff "Bellriva" auf dem Rhein leck schlagen ließ? © dpa
18.04.2012

Leckes Kreufahrtschiff wird nach Köln geschleppt

Nach der Havarie des Rheindampfers «Bellriva» hat sich der Lotse erstmals zu dem Unfall geäußert. Im Zusammenhang mit der Aussage des 78-Jährigen gebe es aber noch viele offene Fragen, berichtete die Polizei am Mittwoch. Details würden mit Rücksicht auf die laufenden Ermittlungen noch nicht bekanntgegeben. Der Mann hatte das Schiff am frühen Dienstagmorgen in der Nähe von Karlsruhe auf eine Buhne gelenkt und fast versenkt. Gegen ihn wird wegen fahrlässiger Gefährdung des Schiffsverkehrs ermittelt.

Bei dem Unfall konnten sich die 115 Passagiere nebst der 43-köpfigen Besatzung unverletzt retten. Das Schiff war nach der Kollision mit dem Steinwall in Höhe Rastatt-Plittersdorf leckgeschlagen, konnte sich aus eigener Kraft aber noch in den Karlsruher Hafen retten.

Bildergalerie: Havariertes Kreuzfahrtschiff rettet sich in Karlsruher Rheinhafen

Da auch die beiden Schiffsschrauben beschädigt wurden, ist das Schiff manövrierunfähig. Das zuständige Wasser- und Schifffahrtsamt Mannheim verbot ihm zunächst weiterzufahren. Noch am Mittwoch solle das Passagierschiff aber von einem Binnenschiff abgeschleppt werden, sagte Jörn Heilmann vom Wasser- und Schifffahrtsamt.

Nach Angaben des Kreuzfahrtveranstalters 1AVista sind unterdessen alle Passagiere des havarierten Schiffes in Köln angekommen. Busse hatten sie nach dem Unfall von Karlsruhe nach Köln gebracht. Die «Bellriva» selbst wird in eine Kölner Werft gebracht und dort repariert werden. «Den Werftplatz haben wir schon reserviert», sagte 1AVista-Sprecher Sascha Güldenmeister. Am kommenden Mittwoch soll das Schiff wieder zur nächsten Rhein-Kreuzfahrt starten. dpa