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Dieses Einschussloch einer großkalibrigen Waffe war am 12.03.2009 in der Scheibe eines Autohauses in Wendlingen zu sehen.
Lehrerin des Amokläufers Tim K. sagt vor Gericht aus © dpa
25.11.2010

Lehrerin: "Keine Verhaltensauffälligkeiten" bei Tim K.

STUTTgART. Der Amokläufer von Winnenden war aus Sicht seiner früheren Lehrerin an einer Berufsschule in Waiblingen ein völlig unauffälliger Schüler. «Er war ruhig, hatte keine Verhaltensauffälligkeiten, war nicht laut, war eher ein leiser Schüler», sagte die Leiterin einer Privatschule am Donnerstag vor dem Landgericht Stuttgart im Prozess gegen den Vater des Todesschützen. Am Tag des Amoklaufs sei Tim K. wohl vollkommen anders gewesen: «An dem Tag war er ein Monster.»

Der 17-Jährige besuchte zuletzt das kaufmännisch Berufskolleg in Waiblingen, nachdem er an der Albertville-Realschule in Winnenden (Rems-Murr-Kreis) die Mittlere Reife gemacht hatte. An der Realschule hatte er am 11. März 2009 insgesamt zwölf Schüler und Lehrer und auf seiner Flucht nach Wendlingen (Kreis Esslingen) weitere drei Menschen und sich selbst erschossen. Dabei benutzte er Pistole seines Vaters, die dieser unverschlossen im Schlafzimmerschrank aufbewahrt hatte. Der Unternehmer muss sich seit Mitte September wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz vor Gericht verantworten.