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© Symbolbild: dpa
15.09.2015

Linienbus aus Verkehr gezogen: Luft- und Dieselleck und überall durchgerostet

Karlsruhe. Weil er keine Aufschrift hatte, fiel den Beamten der Verkehrspolizeidirektion Gewerbe- und Personenverkehr am Dienstagmorgen am Zentralen Omnibusbahnhof in Karlsruhe ein Bus ins Auge, den sie einer Kontrolle unterzogen. Der Bus verkehrte im grenzüberschreitenden Linienverkehr von Freiburg nach Tschernjachowski in Russland – bis ihn die Beamten näher unter die Lupe nahmen und Erstaunliches entdeckten.

Neben zwei Fahrern befanden sich vier Fahrgäste an Bord. Weiter Passagiere sollten an verschiedenen Halteorten in Deutschland aufgenommen werden. Die Polizisten stellten bei der Besichtigung des Fahrzeugs Durchrostungen an verschiedenen Längsträgern und hörbaren Luftverlust fest. Aus diesem Grund wurde ein TÜV-Sachverständiger hinzugezogen, der Durchrostungen an tragenden Teilen und mit Zeitungspapier, Plastiktüten und Spachtelmasse abgedichtete Löcher feststellte.

Weiterhin lokalisierte er einen an der Vorderachse beschädigten Bremsschlauch. Dadurch war nicht auszuschließen, dass die Bremsen ihre Leistung verlieren. Zudem wies die Kraftstoffleitung einen erheblichen Dieselverlust auf. Insgesamt bescheinigte der Sachverständige 13 gravierende Mängel, weshalb der Reisebus als verkehrsunsicher eingestuft und bei einer Firma untergestellt wurde. Eine Entstempelung des Kennzeichens war die Folge. Von dem im Ausland wohnenden Fahrer wurde eine Sicherheitsleistung erhoben. Der Verantwortliche der Halterfirma wird angezeigt.