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unfall-a8 © Symbolbild dpa
20.03.2014

Lkw-Fahrer übersieht Stauende: Zwei Schwerverletzte

Karlsruhe. Zwei offenbar schwerst Verletzte sowie einen Sachschaden von mehreren zehntausend Euro hat am Donnerstagnachmittag um 14.50 Uhr ein Auffahrunfall auf der A5 Richtung Mannheim bei der Anschlussstelle Karlsruhe-Nord gefordert.

Nach den ersten Feststellungen des Autobahnpolizeireviers Karlsruhe hatte der Fahrer eines Speditionslasters aus dem Raum Heidelberg das Ende eines Staus, der durch eine Tagesbaustelle verursacht wurde, nicht bemerkt und war auf einen vor ihm stehenden Kleinwagen aufgefahren. Dabei wurde das Auto unter den Auflieger eines davor im Stau stehenden Sattelzuges geschoben. Durch die große Aufprallwucht wurde schließlich noch ein davor stehendes weiteres Schwerfahrzeug in Mitleidenschaft gezogen.

Sowohl der Autofahrer als auch der Unfallverursacher wurden eingeklemmt und mussten von der herbeigeeilten Feuerwehr befreit werden. Nach jeweils erster Versorgung durch zwei Notärzte wurden die Verletzten mit dem Rettungshubschrauber beziehungsweise einem Rettungswagen in verschiedene Krankenhäuser eingeliefert.

Zur Klärung, ob womöglich noch weitere Insassen der Autos betroffen waren, wurde der Auflieger mit einem Spezialkran angehoben und das Wrack des Kleinwagens vorgezogen. Glücklicherweise bestätigten sich die Befürchtungen weiterer Verletzter aber nicht.

In der Folge konnte der zunächst voll gesperrte Verkehr über den Verzögerungs- und Beschleunigungsstreifen der Ausfahrt Karlsruhe-Nord an der Unfallstelle vorbeigeführt werden. Um 16.15 Uhr wurde zudem der linke Fahrstreifen freigegeben. Dennoch wuchs die Fahrzeugschlange weiter an und hatte um 17:30 eine Länge von rund 13 Kilometern. Zudem sind die Autofahrer auch auf den Ausweichstrecken auf die Geduldsprobe gestellt.