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Der Großbrand in einer Böblinger Sanitärfirma hat auch am Tag danach noch die Feuerwehr beschäftigt. Die letzten Löscharbeiten wurden durch die Einsturzgefahr des Gebäudes behindert. © dpa
12.06.2014

Löscharbeiten nach Lagerhallenbrand auch am Tag danach schwierig

Böblingen. Auch einen Tag nach Ausbruch eines Brandes in einer Lagerhalle in Böblingen ist die Feuerwehr mit Löscharbeiten beschäftigt gewesen. Wie ein Polizeisprecher am Donnerstagnachmittag sagte, erschwerten Glutnester das Löschen. Auch könne das Gebäude jederzeit einstürzen, weshalb die Brandbekämpfer das Feuer nur von außen angehen könnten. Ein Abriss des Gebäudes ist nach Angaben der Polizei unausweichlich.

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Die Lagerhalle eines Sanitärunternehmens war am Mittwoch aus zunächst ungeklärten Gründen in Flammen aufgegangen. Vermutlich entstand der Brand im Bürotrakt des rund 8000 Quadratmeter großen Komplexes, den Einsatzkräfte umgehend evakuierten. Ein Feuerwehrmann musste mit schwereren Verletzungen stationär aufgenommen werden, eine weitere Einsatzkraft sowie ein Mitarbeiter der Firma verletzten sich leicht.

Genauere Erkenntnisse zur Ursache des Brandes sowie die genaue Höhe des Schadens können nach Angaben des Polizeisprechers erst ermittelt werden, wenn das Feuer gelöscht und die ausgebrannte Halle begehbar ist. Zunächst war von einem Schaden in Millionenhöhe die Rede.

Nach Angaben der Polizei lagerten in dem Gebäude auch Gasflaschen, die durch das Feuer detonierten. Das Landratsamt hat eine Warnmeldung spezieller Art veröffentlicht: Bewohner der Gebiete, in denen die Rauchsäule zu sehen war, sollten vorerst auf den Verzehr von Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten verzichten - bis Fachleute genommene Proben analysiert haben.