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Überfüllte S-Bahnen wie hier in München sind das Resultat des Lokführerstreiks am Donnerstagmorgen.
Überfüllte S-Bahnen wie hier in München sind das Resultat des Lokführerstreiks am Donnerstagmorgen.
10.03.2011

Lokführer-Streik: Massive Behinderungen im Bahnverkehr

STUTTGART/MANNHEIM. Der Streik der Lokomotivführer hat am Donnerstagmorgen den Bahnverkehr in Baden-Württemberg massiv beeinträchtigt. Zehntausende Pendler hatten Probleme, pünktlich zur Arbeit zu kommen. „Es sind Züge im Regional- und Fernverkehr betroffen; die Fahrgäste brauchen heute viel Geduld“, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn in Stuttgart. Von regulären Fahrplänen könne man derzeit im ganzen Land nicht sprechen, S-Bahnen verkehrten etwa im Halbstunden-Takt.

Schwerpunkte des Streiks sind unter anderem Mannheim und Stuttgart. Im Mannheimer Hauptbahnhof will sich der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Claus Weselsky, am Morgen zu dem Arbeitskampf äußern. Die GDL fordert einheitliche Tarifbedingungen für die etwa 20 000 Lokführer bei der Deutschen Bahn (DB) und weitere rund 6000 Lokführer bei der DB-Konkurrenz.

Bereits seit Mittwochabend wird der Güterverkehr auf der Schiene bestreikt, vor allem in Ostdeutschland. Am frühen Donnerstagmorgen folgten bundesweit Arbeitsniederlegungen im Personenverkehr. Sie sollen nach GDL-Angaben um 10 Uhr enden.