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Lokführerstreik geht weiter - Stuttgarter S-Bahn lahmgelegt.
Lokführerstreik geht weiter - Stuttgarter S-Bahn lahmgelegt © dpa
19.10.2014

Lokführerstreik geht weiter - Stuttgarter S-Bahn lahmgelegt

Stuttgart. Viele Bahnfahrer in Baden-Württemberg müssen sich auch an diesem Sonntag auf Zugausfälle einstellen. So bleiben in Stuttgart die S-Bahnen von 0.00 Uhr an für 24 Stunden in den Depots. Auch auf vielen Regionallinien werden nach Angaben der Bahn keine Züge rollen: auf der Strecke Rottweil-Donaueschingen, Tübingen-Herrenberg sowie Friedrichshafen-Singen.

Im Fernverkehr fahren die ICs zwischen der Landeshauptstadt und Hamburg wie gewöhnlich im Zwei-Stunden-Takt, während der ICE in die Hansestadt gestrichen ist. Die tägliche ICE-Verbindung Freiburg-Paris ist vom Streik unberührt. Dagegen fällt die ICE-Verbindung Stuttgart-Dortmund ebenso weg wie die von der Landeshauptstadt nach Wiesbaden. Auch von Karlsruhe aus kam man weder im IC nach Hamburg, noch nach München oder Nürnberg kommen.

Der Streik soll bis Montagfrüh um 4.00 Uhr dauern, aber die Bahn macht darauf aufmerksam, dass es auch nach Streikende noch zu Verspätungen und Zugausfällen kommen kann.

Am Samstag, dem ersten Streiktag, war der Bahnverkehr auf Nebenstrecken wie Lindau-Friedrichshafen teils eingestellt. In Stuttgart fuhr die S-Bahn im Halbstundentakt auf drei von sechs Linien.

Die GDL hatte ein Angebot der Deutschen Bahn, das für die Lokführer eine dreistufige Einkommenserhöhung um insgesamt 5 Prozent bei einer Vertragslaufzeit von 30 Monaten vorsieht, am Freitag abgeschmettert. Sie verlangt, neben den Lokführern auch für das übrige Zugpersonal wie Zugbegleiter oder Bordgastronomen zu verhandeln.

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