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© Symbolbild: dpa
10.07.2012

Mann löscht Fettbrand – mit Wasser

Entgegen aller Empfehlungen hat am Dienstagmittag in Emmendingen ein Hausbewohner einen Fettbrand mit Wasser zu löschen versucht. Das Überraschende: Statt die zu erwartende Verpuffung auszulösen, gelang es dem Mann tatsächlich, die Flammen unter Kontrolle zu bekommen. Mit seinem riskanten Eingreifen verhinderte er eine weitreichende Ausbreitung des Feuers.

So kam es nach derzeitigem polizeilichen Kenntnisstand zum Brand einer versehentlich nach der Benutzung nicht ausgeschalteten Fritteuse auf dem Balkon eines Einfamilienhauses. Mehrere Anwohner und zuletzt auch ein Bewohner des betroffenen Gebäudes wurden auf die sich schlagartig entzündende Fritteuse aufmerksam und verständigten umgehend die Feuerwehr.

Noch während sich die Rettungskräfte auf der Anfahrt zum "Brandobjekt" befanden, griff ein Bewohner beherzt zum Gartenschlauch und löschte eigenständig das Feuer, welches bereits auf einige Fenster und das Dachgebälk des Anwesens überzugreifen drohte. Beim Eintreffen des Löschzuges der Feuerwehr sowie den Beamten des Polizeireviers war der Brand demnach bereits gelöscht.

Trotz des furchtlosen Löscheinsatzes entstand an dem Wohnhaus nach polizeilicher Schätzung ein Sachschaden von rund 3.000 Euro. Verletzt wurde erfreulicherweise niemand. Die weiteren Ermittlungen zur Brandursache werden durch einen Brandermittler des Polizeirevier Emmendingen geführt. Die ausgebrannte Fritteuse wurde zu diesem Zweck beschlagnahmt.

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Wasser als Löschmittel bei Fettbränden überaus ungeeignet ist. Es führt, als Löschmittel verwandt, regelmäßig zu einer drastischen und unkontrollierten Ausweitung des ursprünglichen Brandherdes, da das Wasser im stark erhitzten Fett annähernd explosionsartig verdampft und hierbei das brennende Fett umhergeschleudert wird. Dadurch kommt es sehr häufig zu schwerwiegenden Verletzungen der löschenden Personen.