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24.09.2012

Mann wollte Frau im Ehebett ersticken - Sohn verhindert Tat

Ravensburg. Er soll versucht haben, seine Frau im eigenen Ehebett zu ersticken - wegen versuchten Mordes muss sich seit Montag ein 45-Jähriger vor dem Landgericht Ravensburg verantworten.

Nur das Eingreifen des Stiefsohnes habe die Tat verhindert, sagte der Staatsanwalt zu Beginn des Prozesses. Der Rettungsassistent aus Ravensburg muss sich nun wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung verantworten.

Der Tat sei Anfang 2012 ein heftiger Streit vorausgegangen, weil die Ehefrau des 45-Jährigen sich von ihm trennen wollte, hieß es. Dabei habe der Mann seiner Frau auch gedroht, er werde eine Trennung nur akzeptieren, wenn ihr Tod der Grund sei. Nachdem die Frau sich später zurückgezogen hatte, war der Mann laut Staatsanwalt ebenfalls in das Schlafzimmer gegangen. Er habe sich auf seine Frau gesetzt und ihr Mund und Nase zugehalten, um sie zu ersticken.

Der Sohn der Frau habe den «Todeskampf» des Opfers gehört und eingegriffen, hieß es. Er schlug seinem Stiefvater mehrfach auf den Hinterkopf und verhinderte so dessen Tat - die Mutter konnte sich ins Badezimmer flüchten. Die Verhandlung ist auf drei Tage angesetzt.