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Stefan Mappus möchte Medien zu Folge nie wieder zurück in die Politik. © dpa
29.12.2012

Mappus: "Keine Partei so brutal wie die CDU"

Stuttgart. Angaben der "Süddeutschen Zeitung" zu Folge möchte der frühere baden-württembergische Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) nie wieder zurück in die Politik.

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Der Pforzheimer sagte der Tageszeitung am Samstag, dass es für ihn mit der Politik ganz sicher vorbei sei, da er „von der eigenen Partei zum alleinigen Südenbock” für den umstrittenen EnBW-Aktienkauf gemacht werde. Gegen Mappus wird im Zusammenhang mit dem Milliarden-Deal nach wie vor wegen des Anfangsverdachts der Untreue ermittelt.

Weiterhin sagte Mappus, dass die CDU eine Partei sei, die sehr lange sehr loyal sei. «Aber ab einem gewissen Zeitpunkt gibt es wahrscheinlich auch keine Partei, die so brutal ist wie die CDU», sagte Mappus. «Das war Herdentrieb in brutalster Form.» Seine Parteikollegen hatten sich beim Landesparteitag im Juli 2012 deutlich von Mappus distanziert.

Eine Rückkehr in die Politik sei für ihn ausgeschlossen, betonte der 46-Jährige. Durch den EnbW-Deal sei aus seiner Sicht zwar kein Schaden für Baden-Württemberg entstanden, sagte Mappus. «Aber ich wurde wie ein Verbrecher durch das Land gejagt, jeden Tag. Ich will das auch meiner Familie nicht mehr antun, die Veranstaltung wird mich eine sechsstellige Summe an Anwaltshonoraren kosten.»

Mappus hatte den Deal eingefädelt, bei dem das Land Ende 2010 von der französischen EdF deren Anteil an der Energie Baden-Württemberg für 4,7 Milliarden Euro zurück erwarb. Die heutige grün-rote Landesregierung wirft Mappus vor, der Preis sei zu hoch gewesen.

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