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Der baden-württembergische Ministerpräsident Stefan Mappus sieht wirtschaftliche Gründe gegen einen EU-Beitritt der Türkei.
Der baden-württembergische Ministerpräsident Stefan Mappus sieht wirtschaftliche Gründe gegen einen EU-Beitritt der Türkei. © dpa
24.07.2010

Mappus spricht sich klar gegen EU-Beitritt der Türkei aus

Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) hat sich aus wirtschaftlichen Gründen gegen einen Beitritt der Türkei zur Europäischen Union (EU) ausgesprochen. „Es geht makroökonomisch nicht. Es würde schiefgehen“, sagte Mappus am Samstag bei einer CDU-Veranstaltung in Walldorf bei Heidelberg.

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Die Euro-Krise rühre auch daher, dass die EU Griechenland seinerzeit aufgenommen habe, obwohl das Land die wirtschaftlichen Bedingungen nicht erfüllt habe. Daraus müsse die EU lernen. „Wer die Kriterien nicht erfüllt, der hat dort nichts verloren“, sagte Mappus.

Die Europäische Union verhandelt bereits seit 2005 mit der Türkei über einen Beitritt, ohne dass es bisher große Fortschritte gibt. Der größte Teil der EU-Länder steht einer Aufnahme des NATO-Partners in die EU sehr skeptisch gegenüber.

Auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) plädiert nur für das Angebot einer „privilegierten Partnerschaft“. Im schwarz-gelben Koalitionsvertrag heißt es dazu, die Verhandlungen müssten „mit offenem Ende“ geführt werden. dpa

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