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19.04.2012

Marinetaucher finden mit Unterwasserdrohne Leiche in Baggersee

Grötzingen. Seit Wochen schon sucht die Polizei nach einem 44 Jahre alten Mann aus der Karlsruher Oststadt. Der Vermisste hatte Ende März in einem Brief an Bekannte angekündigt, seinem Leben ein Ende zu machen. Jetzt haben Marinetaucher die Leiche des Gesuchten aus dem Grötzinger Baggersee geborgen.

Nach Erstattung der Anzeige ließ die Polizei nichts unversucht und setzte bei der Suche unter anderem auch den Polizeihubschrauber sowie einen Mantrailerhund der rheinland-pfälzischen Polizei ein. Dabei ergaben sich bereits Anfang des Monats Anhaltspunkte, die auf einen Freitod des Mannes im Baggersee Grötzingen hindeuteten. Jetzt sind diese Befürchtungen durch den Einsatz von elf in Eckernförde stationierten Minentauchern traurige Gewissheit geworden.

Die zu den spezialisierten Einsatzkräften der Marine gehörenden Taucher waren am Montagabend nach einem Amtshilfeersuchen der baden-württembergischen Polizei angereist und seit Dienstagmorgen über 22 Stunden im Sucheinsatz. Die Taucher, die dank ihrer Ausrüstung achtmal länger als die bislang eingesetzten Polizeitaucher unter Wasser bleiben können, bedienten sich dabei auch der zurzeit bei der Wehrtechnischen Dienststelle 71 erprobten Unterwasserdrohne „REMUS“. Schließlich gelang es am Mittwochabend dank dieses autonom arbeitenden Sonargerätes, den Gesuchten zu orten und noch in den folgenden Stunden auch zu bergen. pol