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© Symbolbild: dpa
27.07.2016

Maskierter Mann im Rathaus: Polizeieinsatz endet mit Überraschung

Karlsruhe. Wer läuft bei dieser Sommerhitze im Gesicht voll maskiert durch Karlsruhe? Diese Frage stellte sich am Mittwochmorgen eine Verkehrsteilnehmerin, die an der Kaiserallee einen offenbar maskierten und auffällig gekleideten Mann beobachtet hatte. Die Antwort darauf wollte sie dann doch lieber der Polizei überlassen, die aufgrund jener verdächtigen Beobachtung einen größeren Polizeieinsatz an der Kaiserallee veranlasste. Mit überraschendem Erfolg.

Die Frau hatte kurz nach 10 Uhr auf dem Gehweg im Bereich Helmholtzgymnasium und Behördengebäude an der Kaiserallee 8 einen maskierten Mann beobachtet, der mit einem Rucksack unterwegs war. Kein beruhigender Anblick in diesen von Attentaten und Amokläufen geprägten Tagen. Der Verdächtige war nach dem Eintreffen der Polizeikräfte allerdings nicht mehr zu sehen, weshalb mehrere Polizeistreifen neben der Schule und dem Behördengebäude auch das benachbarte Rathaus West betraten.

Im Rathaus erhielten sie die Information, dass sich der Unbekannte in einem oberen Stockwerk aufhalten sollte. Nach Evakuierung des Erdgeschosses betraten entsprechend bewaffnete und geschützte Kräfte gegen 10.20 Uhr das Rathaus und nahmen Augenblicke später den gerade aus einem Fahrstuhl tretenden Mann fest.

Bald konnten die Polizeikräfte aufatmen. Recht zügig stellte sich heraus, dass zu keiner Zeit Gefahr bestanden hatte. Vielmehr ist der 51-Jährige, der einen Behördentermin wahrgenommen hatte, wegen einer Hautkrankheit dazu gezwungen, sein Gesicht vor der Sonne zu verhüllen.

Wie ein Polizeisprecher mitteilte, habe die Frau völlig korrekt gehandelt, auch wenn am Ende sich alles als völlig harmlos herausgestellt hat. Jenes Beispiel zeige, wie sensibel Menschen in diesen Tagen reagieren würden. Und: Die Polizei lieber würde einmal umsonst, als einmal zu spät zu einem Einsatz kommen.