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22.08.2012

Massive Behinderungen nach Lkw-Unfall auf A8

Stuttgart. Seit Mittwovchmorgen sorgt nach Polizeiangaben die Havarie eines mit 25.000 Litern Harnstoff-Formaldehyd-Harz beladenen Tanklastzuges auf der A 8 zwischen den Anschlussstellten Leonberg-Ost und dem Kreuz Stuttgart für einen Großeinsatz der Feuerwehren aus Leonberg und Sindelfingen und zu erheblichen Verkehrsbehinderungen, die derzeit noch anhalten.

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Ein geplatzter Reifen führte etwa 400 Meter vor dem Kreuz Stuttgart zur Beschädigung des Kunststofftanks und der 58-Jährige Fahrer des Sattelzuges hielt auf dem rechten der fünf Fahrstreifen in Richtung München an. Eine Streife des Autobahnpolizeireviers Ditzingen wurde unmittelbar danach auf den Pannen-Lkw aufmerksam und die Beamten stellten fest, dass Ladung aus dem Tank austrat. Bis zum Eintreffen der sofort verständigten Feuerwehr traten zwischen 5.000 und 6.000 Liter der nur schwach wassergefährdenden Flüssigkeit aus und gelangten zum Teil über die Fahrbahn in das Entwässerungssystem der Autobahn.

Während die Feuerwehr die weiterhin austretende Flüssigkeit auffangen und in den Tank zurückleiten konnte, wurde ein Ersatzfahrzeug an die Unfallstelle herangeführt. Derzeit wird die Ladung umgepumpt und die Fahrbahnreinigung hat begonnen.

Der Umstand, dass zunächst drei und aktuell vier der fünf Fahrstreifen für die Bergungsarbeiten gesperrt werden müssen, führt vor allem auf der A 8 zum einem Rückstau bis zur Anschlussstelle Heimsheim. Auf der A 81 stauen sich die Fahrzeuge auf etwa fünf Kilometern Länge. An der Tank- und Rastanlage Sindelfinger Wald ging phasenweise gar nichts mehr, da Fahrzeuge weder ein- noch ausfahren konnten. An der Rückseite der Rastanlage wurde eine Abschrankung geöffnet, um ein Abfließen des Verkehrs in Richtung Sindelfingen zu ermöglichen.

Wie lange die Reinigungs- und Bergungsarbeiten an der Unfallstelle noch andauern, lässt sich derzeit noch nicht sagen. Das DRK hat unterdessen die Versorgung der im Stau stehenden Verkehrsteilnehmer übernommen.

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