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21.03.2011

Mathe-Abitur wegen falschem Feueralarm verschoben

Wenn an Schulen die Alarmsirenen heulen, werden schnell Erinnerungen an tragische Ereignisse aus der jüngeren Vergangenheit wach, werden Ängste geweckt und Kinder verunsichert. Und auch bei den Rettungskräften, die eventuell mit dem Alarmsystem der Schule verbunden sind, schießt der Adrenalinspiegel rasch in die Höhe. Amoklauf? Großbrand? Kein Wunder, dass am Wilhelm-Röpke-Wirtschaftsgymnasium in Ettlingen die Aufregung groß war, als am Montagmorgen die Sirenen heulten. Und das ausgerechnet am Tag der schriftlichen Prüfungen fürs Mathematik-Abitur.

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Alle Schüler und Lehrer drängten sofort ins Freie. Und danach auch bald wieder in die Klassenzimmer, denn der Schreck beruhte auf einem Fehlaram.

Die schriftlichen Matheprüfungen am Wirtschaftsgymnasium mussten allerdings abgebrochen werden, wie Schulleiterin Petra Kerth erklärte. Mit der Konzentration der Schüler war es ohnehin vorbei, und für die verlorenen Prüfungsminuten gab es keine "Nachspielzeit". Das Matheabi wird, so Rainer Richter, stellvertretender Schulleiter, am 11. April zum bereits feststehenden Nachholtermin geschrieben. "Das heißt für die Schüler eine zehn Tage längere Vorbereitung, aber auch zehn Tage länger zittern", so Richter.

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Und was war die Ursache für den Fehlalarm? Die Polizeidirektion Karlsruhe hat keine Ermittlungen aufgenommen. Ein Schülerstreich scheint nicht die Ursache gewesen zu sein. Um den Alarm auszulösen hätte jemand eine Scheibe eindrücken müssen, um einen Signalknopf zu drücken, so Richter. Aber da gebe es keine Anzeichen dafür. Also dürfte auch kein in Mathematik etwas schwacher und noch nicht optimal auf die Prüfung vorbereiteter Schüler hinter dem Fehlalarm stecken. dpa/tok