nach oben
Langzeitarbeitslose, Migranten, Ungelernte - sie haben im vergangenen 

Jahr mehr Mittel von der Europäischen Union für die Integration in den 

Arbeitsmarkt erhalten.
Mehr Mittel aus EU für Arbeitslose im Südwesten © dpa
18.08.2010

Mehr Mittel aus EU für Arbeitslose im Südwesten

STUTTGART. Langzeitarbeitslose, Migranten, Ungelernte - sie haben im vergangenen Jahr mehr Mittel von der Europäischen Union für die Integration in den Arbeitsmarkt erhalten. Insgesamt 85 Millionen Euro flossen 2009, rund 12 Prozent mehr als im Jahr zuvor, aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) nach Baden-Württemberg. Wie das Arbeitsministerium am Mittwoch in Stuttgart mitteilte, förderte der ESF damit im vergangenen Jahr 1154 Projekte mehrerer Ministerien im Land. Neben dem Arbeits- profitieren auch das Wirtschafts- und das Kultusministerium von den Geldern.  

Mehr als 60 000 Menschen nahmen 2009 an den ESF-Maßnahmen teil; 43 Prozent von ihnen waren Frauen. Rund 40 Prozent waren an Projekten beteiligt, die die Chancen der jungen Generationen erhöhen und die Weiterbildung stärken sollten. „56 Prozent der Teilnehmer waren vor Beginn der Maßnahmen unter 25 Jahren“, erklärte Arbeitsministerin Monika Stolz (CDU) in Stuttgart. „Das entspricht genau unserer Zielsetzung.“

Zudem unterstütze man auch die auf dem Arbeitsmarkt besonders Benachteiligten. Fast ein Fünftel der Teilnehmer waren vor Beginn der Maßnahme arbeitslos, die Hälfte davon sogar mehr als ein Jahr. Die ESF-Mittel sollen im Land vor allem die Langzeitarbeitslosigkeit sowie die Jugendarbeitslosigkeit bekämpfen helfen, sagte Stolz.Der 1957 gegründete Europäische Sozialfonds ist das älteste Instrument der Europäischen Union zur Förderung von Beschäftigung. Fast zehn Prozent des EU-Haushaltes fließen in den Sozialfonds. Ganze 75 Milliarden Euro werden unter dem Motto „In Menschen investieren“ in der aktuellen Periode von 2007 bis 2013 ausgegeben. Rund 266 Millionen Euro davon erhält Baden-Württemberg. Das meiste Geld - mit rund 130 Millionen Euro fast die Hälfte - erhält in dem gesamten Zeitraum das Ministerium für Arbeit und Soziales.