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Die Sonne scheint am 21.09.2016 über einem Riesenrad und einem Kettenkarussell auf dem Cannstatter Wasen in Stuttgart. An diesem Freitag wird das 171. Volksfest auf dem Cannstatter Wasen eröffnet.
Die Sonne scheint am 21.09.2016 über einem Riesenrad und einem Kettenkarussell auf dem Cannstatter Wasen in Stuttgart. An diesem Freitag wird das 171. Volksfest auf dem Cannstatter Wasen eröffnet. © dpa
21.09.2016

Mehr Polizei, mehr Biertische - 171. Wasen vor dem Start

Stuttgart. Countdown für das 171. Cannstatter Volksfest: Von Freitag an werden bis zum 9. Oktober bis zu vier Millionen Besucher auf Deutschlands zweitgrößtem Volksfest, dem Stuttgarter Wasen, erwartet.

Laut Veranstaltern steht die Sicherheit ganz oben auf der Liste der Neuerungen: An den Zugängen werden doppelt so viele Beamte eingesetzt wie üblich. Zudem liegt die Videoüberwachung des Festplatzes erstmals in den Händen der Polizei. Mehr als zehn Kameras stehen bereit.

Eine konkrete Gefährdungslage gebe es aber nach wie vor nicht, heißt es von Seiten der Polizei. Auf eine Einzäunung des Festgeländes am Neckar und auf ein generelles Rucksackverbot wie beim Münchner Oktoberfest habe man verzichtet. Rucksäcke würden aber kontrolliert. "Lassen Sie die Dinge daheim, die Sie nicht unbedingt brauchen", sagte Andreas Kroll, einer der Veranstalter.

Die beiden markanten Riesenräder stehen, hunderte Bierbänke sind am Boden verschraubt, die Fahrgeschäfte drehen Proberunden: 148 Schausteller, 125 Gastronomen und 59 Marktkaufleute sind nahezu bereit. Im vergangenen Jahr kamen knapp vier Millionen Besucher. Diese werden auch diesmal wieder erwartet, wenn das Wetter mitspielt, wie Kroll sagte. "Und da sieht es ja ganz gut aus." Zum Fassanstich am Freitag (15.00 Uhr) haben sich auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und sein Vize Thomas Strobl (CDU) angekündigt.

Die Zahl der Plätze in den großen Bierzelten wurde nach Angaben der Festwirte auf mehr als 35 000 erhöht. Wer dort mit einer Maß Bier Platz nehmen will, muss aber tiefer in die Tasche greifen: Erstmals liegt der Preis für eine Maß knapp über zehn Euro - im Schnitt 30 Cent mehr als im Vorjahr. Damit liege man aber immer noch unter dem Literpreis auf dem Münchner Oktoberfest mit bis zu 10,70 Euro, betonte Festwirte-Sprecher Werner Klauss.