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Dirk Hoberg, Küchenchef des Gourmetrestaurants „Ophelia“ in Konstanz. Foto: dpa
Dirk Hoberg, Küchenchef des Gourmetrestaurants „Ophelia“ in Konstanz. Foto: dpa
27.11.2017

Meisterkoch Dirk Hoberg: Aufsteiger des Jahres

Die „Gault-Millau“-Tester loben ihn für seine „spezielle Begabung, einfache Gerichte auf das Niveau der Spitzenküche zu erheben“. Den Testern gefiel, wie Dirk Hoberg aus Konstanz „den Kaisergranat auf Ceviche-Art mit der Säure von Tomaten gart, den Aal mit Apfel vermählt, zum Reh mit Zwiebeln in aparten Facetten verblüfft und stets tiefgründig-substanzielle, aber keineswegs schwere Saucen bietet“. Der 36 Jahre alte Küchenchef des Restaurants „Ophelia“ kommt damit auf 18 von 20 Punkten, wie der ZS Verlag in München mitteilte.

Hoberg ist der „Aufsteiger des Jahres“ in Deutschlands Rangliste des Restaurantführers „Gault&Millau“ 2018. Im Vorjahr war der gebürtige Osnabrücker noch mit 17 Punkten bewertet worden. Im Hotel- und Restaurantführer „Michelin“ ist das Restaurant mit zwei Sternen gelistet.

Die höchste Wertung mit 19,5 Punkten in Baden-Württemberg erhielt allerdings Torsten Michel, der als Küchenchef in der „Schwarzwaldstube“ in Baiersbronn auf Harald Wohlfahrt folgte. Claus-Peter Lumpp vom „Bareiss“ in Baiersbronn kommt auf 19 Punkte, Tristan Brandt vom „Opus V“ in Mannheim erreicht 18 Punkte. Zwölf Köche im Südwesten erreichen 17 Punkte, darunter Peter Hagen vom „Ammolite“ in Rust (Ortenaukreis), Boris Rommel vom „Le Cerf“ in Zweiflingen (Hohenlohekreis) und Denis Feix („Zirbelstube“, Stuttgart).

Der „Gault&Millau“ zählt mit dem „Guide Michelin“ zu den bekanntesten Gourmet-Führern weltweit. Das Buch der Gastronomiekritiker Henri Gault und Christian Millau erschien erstmals 1969 in Frankreich. 1983 kam die erste deutsche Ausgabe heraus. Anders als der „Guide Michelin“ verleiht der „Gault&Millau“ keine Sterne. Bewertet wird nach dem französischen Schulnotensystem mit 0 bis 20 Punkten.