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Messerstecherei in der Karlsruher Landesaufnahmestelle für Asylbewerber: Zwei Nordafrikaner kamen mit schweren, teils lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus.
Messerstecherei in der Karlsruher Landesaufnahmestelle für Asylbewerber: Zwei Nordafrikaner kamen mit schweren, teils lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus. © dpa
08.11.2012

Messerstecherei in Asylaufnahme: Zwei Verletzte

Zwei Nordafrikaner im Alter von 23 und 30 Jahren wurden in der Nacht auf Donnerstag bei einer Messerstecherei in der Karlsruher Landesaufnahmestelle für Asylbewerber schwer verletzt. Beide Personen wurden in Krankenhäuser eingeliefert und sind inzwischen außer Lebensgefahr. Neun Mitbewohner im Alter von 17 bis 37 Jahren, die möglicherweise zur Klärung des Geschehens beitragen können, befinden sich derzeit noch in Polizeigewahrsam.

Bisher ließ sich nicht zuletzt wegen großer Sprachhindernisse weder der Hergang der Auseinandersetzung noch der genaue Verlauf nachvollziehen. So viel steht aber bislang fest: Um 0.25 Uhr wurden Rettungskräfte alarmiert, nachdem eine Personengruppe eine blutüberströmte, regungslose Person zur Pforte der Landesaufnahmestelle für Asylbewerber gebracht hatte. Ein vor Ort geeiltes Rettungsteam mit Notarzt ging von akuter Lebensgefahr des 23-Jährigen aus, der offensichtlich am Rücken eine massive Stichverletzung im Bereich des Brustkorbes erlitten hatte.

Mit Hilfe eines Zeugen stieß die Polizei in der Folge unter Einsatz starker Kräfte auf ein mit mehreren Personen bewohntes Zimmer, in dem ein 30-jähriger Mann mit einer Bauchstichverletzung auf einem Bett lag. Auch diese Person kam aufgrund der Verletzungen nach der Erstversorgung durch ein Rettungsteam umgehend in ein Krankenhaus.

Das mutmaßliche Tatmittel, ein Messer mit einer Klingenlänge von etwa zwölf Zentimetern, konnte in dem Zimmer aufgefunden werden. Die Ermittlungsbehörden hoffen nun mit Unterstützung von Dolmetschern, die Hintergründe der folgenschweren Auseinandersetzung klären zu können. pol

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