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16.02.2015

Metaller demonstrieren trotz Fastnacht für höhere Löhne

Stuttgart. An landesweiten Warnstreiks der IG Metall haben sich nach Gewerkschaftsangaben am Montag knapp 3.000 Metaller beteiligt. Rund 2.500 Teilnehmer hätten sich zu einer Kundgebung vor dem Porsche-Museum versammelt, teilte die Gewerkschaft mit. Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück warnte dort erneut vor einem möglichen Streik. Schon am Wochenende hatte er im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur gesagt: «Ich bin überzeugt, dass wir in zwei Wochen eine Urabstimmung abhalten müssen.»

Nach Fastnacht will die IG Metall ihre Aktionen wieder hochfahren. Am Dienstag werde in einzelnen Betrieben früher Feierabend gemacht. Am Aschermittwoch beteiligen sich dann schon mehrere Betriebe an solchen «Frühschluss-Aktionen». Am Donnerstag wollen mehrere Verwaltungsstellen zu Großveranstaltungen aufrufen. Die meisten Teilnehmer werden dann in Mannheim erwartet, wo Beschäftigte aus mehr als einem Dutzend Betrieben mit einem Demonstrationszug zum Alten Messeplatz marschieren wollen.

Am 23. Februar treffen sich die Tarifparteien im Südwesten wieder zu Gesprächen. Ein großer Streitpunkt sei die Altersteilzeit. «Die Arbeitgeber wollen ihren Beitrag zur Altersteilzeit über das Weihnachtsgeld finanzieren», sagte Hück. Der Verhandlungsführer, IG-Metall-Bezirksleiter Roman Zitzelsberger, wollte bislang noch nicht von einer Urabstimmung, die zu einem unbefristeten Streik führen würde, sprechen.

Die IG Metall fordert für die 3,7 Millionen Beschäftigten der Branche, davon knapp 800.000 im Südwesten, 5,5 Prozent mehr Geld, einen verbesserten Zugang zur Altersteilzeit sowie eine bezuschusste Weiterbildungsteilzeit. Die Arbeitgeber hielten zuletzt an ihrem bisherigen Angebot eines Gehaltsplus' von 2,2 Prozent fest.