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Vier Millionen Euro finden sich Nachlass des Abts im schwäbischen Benediktinerkloster Neresheim (Ostalbkreis) - und keiner weiß, wohin damit. Ein Anwalt will das Geld, darf es aber bislang nicht haben. Und die Benedektiner möchten es gerne loswerden.
Vier Millionen Euro finden sich Nachlass des Abts im schwäbischen Benediktinerkloster Neresheim (Ostalbkreis) - und keiner weiß, wohin damit. Ein Anwalt will das Geld, darf es aber bislang nicht haben. Und die Benedektiner möchten es gerne loswerden. © dpa
02.11.2014

Millionen auf Kloster-Konto: Geldwäsche-Verdacht bestätigt

Nach dem Fund eines rätselhaften Millionen-Vermögens im schwäbischen Benediktinerkloster Neresheim (Ostalbkreis) ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Geldwäsche. Die Akten lägen beim Landeskriminalamt Düsseldorf, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Krefeld am Montag und bestätigte einen «Spiegel»-Bericht.

Rund vier Millionen Euro waren im Mai 2013 im Nachlass eines Abts entdeckt worden. Das Geld liegt auf zwei Konten, die auf den Namen des Klosters laufen. Die Leitung des Klosters ließ erklären, dass man nicht wisse, woher das Geld komme - und dass man auch keine Ansprüche darauf erhebe.

Ein Krefelder Anwalt hingegen behauptet, Teile des Gelds gehörten ihm. Mehrere Gerichte haben aber gegen ihn entschieden.

Der Kloster-Leiter, Pater Albert Knebel, erklärte zudem über eine Kommunikationsagentur zu dem Millionen-Fund: «Weder war dieses Vermögen bisher in der Buchführung des Klosters berücksichtigt, noch war es der Kloster-Verwaltung, meinen Mitbrüdern oder mir bekannt. Unser vordringliches Interesse gilt daher der Aufklärung der Herkunft dieses Vermögens.»

Über die rätselhaften Millionen seien unter anderem die Landesregierung, die Landesfinanzverwaltung und das Bistum informiert. Das Benediktinerkloster Neresheim liegt etwa 60 Kilometer nördlich von Ulm und ist ein beliebtes Ausflugsziel.