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Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) bedauert die Verschiebung der Realschul-Abschlussprüfung im Fach Deutsch für etwa 40.000 Schüler auf den 27. April.
Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) bedauert die Verschiebung der Realschul-Abschlussprüfung im Fach Deutsch für etwa 40.000 Schüler auf den 27. April. © dpa
17.04.2018

Ministerin bedauert Verschiebung der Realschul-Abschlussprüfung

Die Deutschprüfung an den Realschulen im Südwesten sollte eigentlich an diesem Mittwoch stattfinden - wegen eines zuvor geöffneten Umschlags in Bad Urach mit den Aufgaben wird daraus aber nichts. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) schaltete sich ein.

Sie bedauert die Verschiebung der Realschul-Abschlussprüfung wegen eines geöffneten Umschlags mit Prüfungsaufgaben. „Mir tut es unendlich leid. Aber uns blieb nichts anderes übrig“, sagte sie am Dienstag dem SWR. „Das Risiko war schlicht zu groß, dass die Aufgaben nachher im Netz kursieren.“

Das Kultusministerium führt die Panne bei der Deutsch-Abschlussprüfung für die Realschulen auf einen falschen Umgang der Lehrer mit den Aufgaben zurück. Die Aufgaben in einem Umschlag wurden nach der Abholung beim Staatlichen Schulamt nacheinander von mehreren Personen verwahrt - zeitweise sogar bei einer Lehrkraft zu Hause, wie das Ressort von Ministerin Susanne Eisenmann (CDU) am Dienstag mitteilte. Insbesondere seien die Unterlagen nicht sofort verschlossen worden, obwohl ein Tresor in der Schule in Bad Urach vorhanden gewesen sein.

Es lasse sich derzeit nicht rekonstruieren, von wem und wann der Umschlag geöffnet worden sei, teilte das Ministerium mit. Zur Klärung des Sachverhalts schalte man auch die Polizei ein.

Wegen der Prüfungaufgaben-Panne wurden landesweit die Deutschprüfungen von diesem Mittwoch auf den 27. April verschoben. Betroffen sind laut Ministerium etwa 40.000 Schüler. Die Schule selbst hat nach eigenen Angaben 480 Schüler, davon 96 in der Abschlussklasse.

Sie hatte den geöffneten Umschlag mit beschädigtem Siegel am vergangenen Freitag bemerkt. Ein früherer Prüfungstermin ist laut Ministerium nicht möglich, weil die Aufgaben nicht schneller gedruckt und an alle Schulen gesendet werden können.

Die Ministerin erläuterte, die Sicherheitskette sei vor den Abschlussprüfungen in der Schule nicht eingehalten worden. „Wir haben zu gewährleisten, dass die Prüfungen wirklich für alle unbekannt sind“, sagte Eisenmann. „Wenn wir diesen Eindruck nicht haben, müssen wir leider reagieren.“

Der Landesschülerbeirat zeigt sich verärgert angesichts der verschobenen Realschulprüfung im Fach Deutsch. „Das bedeutet eine Belastung und mehr Stress für die Schüler“, sagte die Sprecherin des Gremiums, Madeleine Schweizerhof, am Dienstag. Es sei bedauerlich, dass wenige so vielen schaden könnten. Die neue Vorbereitung auf die Deutschprüfung sei umso ärgerlicher, da die Mathe- und Englischprüfungen noch vor dem auf den 27. April verschobenen Termin lägen. „Ich kann das nicht nachvollziehen - man schadet sich ja selbst“, sagte die 18-Jährige, die gerade an einem beruflichen Gymnasium ihr Abitur ablegt.

Nach Angaben des Kultusministeriums sind sind 40.000 Schüler betroffen. Unbekannte hatten in einer Schule in Bad Urach (Kreis Reutlingen) einen Umschlag mit den Aufgaben für die Realschüler im Fach Deutsch geöffnet. Daher wurden landesweit die Deutschprüfungen von diesem Mittwoch auf den 27. April verschoben.

Schweizerhof monierte, es fehle ein Plan B für solche Fälle. Eine zweite Tranche alternativer Aufgaben könne den Schulen digital zugeschickt werden, die im Notfall dort ausgedruckt werden könnten. Der Landesschülerbeirat vertritt die Interessen von rund 1,5 Millionen Schülern im Südwesten. Er berät das Kultusministerium.

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