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12.07.2012

Mit Auto in Menschengruppe gerast: Freispruch für Neonazi

Nach einer blutigen Auseinandersetzung mit Gegnern aus der linken Szene ist ein Rechtsextremer in Freiburg freigesprochen worden. Der 29-Jährige habe in Notwehr gehandelt, urteilte das Landgericht Freiburg am Donnerstag. Es könne ihm keine Absicht nachgewiesen werden. Das Gericht habe daher zu seinen Gunsten geurteilt. Es folgte damit der Einschätzung der Verteidigung. Die Staatsanwaltschaft hatte drei Jahre Haft gefordert.

Der 29-Jährige aus dem Ortenaukreis war wegen versuchten Totschlags angeklagt. Er war im Oktober vergangenen Jahres im südbadischen Riegel am Rande einer rechtsextremen Veranstaltung mit seinem Auto auf Aktivisten der linken Szene zugerast. Einer seiner drei Opfer war vom Auto erfasst und schwer verletzt worden. Sie waren vermummt und teils bewaffnet auf den allein im Auto sitzenden 29-jährigen Neonazi zumarschiert. Dieser sei daraufhin in Panik geraten, habe sein Auto gestartet und es auf die Gegner gesteuert.

Die Kosten des Verfahrens trägt dem Urteil zufolge der Staat. Dieser muss dem Rechtsextremen zudem eine Entschädigung zahlen, weil die Behörden nach dem Vorfall in Riegel dem 29-Jährigen den Führerschein entzogen hatten.

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