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Laserpointer - gefährliche Attacken

17-Jähriger blendet Heli - Pilot weist Polizei den Weg zum Übeltäter 
17-Jähriger blendet Heli - Pilot weist Polizei den Weg zum Übeltäter © Symbolfoto: dpa
26.04.2013

Mit Laserpointer Pilot von Passagiermaschine geblendet

Dumm und gefährlich – Laserpointer-Attacken beschäftigen immer öfter die Polizei. Besondere Aufregung herrschte am Donnerstagabend, nachdem der 31-jährige Pilot einer Passagiermaschine beim Landeanflug auf den Stuttgarter Flughafen durch das Licht eines Laserpointers geblendet wurde. Selbst ein Polizeihubschrauber wurde Ziel des grünen Laserstrahls.

Der Pilot der Passagiermaschine konnte besonnen reagieren und das Flugzeug sicher landen. Die schnell alarmierte Polizei konnte den Ursprung des Lichtes näher lokalisieren. Die Polizei setzte zur Absuche des Areals einen Hubschrauber ein, der wenig später ebenfalls vom Laserstrahl getroffen wurde. Der Hubschrauber-Besatzung gelang es, den Bereich der Lichtquelle näher einzugrenzen. Mehrere Streifen überprüften dabei potenzielle Objekte im Bereich Dietzenhalde, ohne jedoch den Täter festnehmen zu können.

Weitere Ermittlungen wegen des gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr übernimmt nun die Kriminalpolizei. Wie ein Polizeisprecher erklärte, gebe es solche Laserattacken mal zwei bis drei Mal pro Monat, mal dann zwei Monate wieder nicht. Auf jeden Fall sind es zu viele, denn solch ein Laserstrahl kann zu gefährlichen Verletzungen und Unfällen führen. Erschreckend war zum Beispiel die Blendung eines Rettungshubschraubers im Landeanflug auf ein Stuttgarter Krankenhaus. Laserattacken auf größere Passagiermaschinen sind auch vom Baden-Airpark bei Baden-Baden bekannt.

Mit Freiheitsstrafen von sechs Monaten bis zu zehn Jahren könne ein Laserblender rechnen, wenn er durch seinen Unfug das Leben anderer gefährdet, so ein Böblinger Polizeisprecher. Wenn der Täter dies in voller Absicht tue, müsse er mit einer Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr rechnen. pol/tok

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