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Weil er so viel Geld an einem Spielautomaten gewonnen hatte, wurde ein Mann in Malsch von einem Räuber mit einer Pistole bedroht und ausgeraubt. Die Polizei konnte den mutmaßlichen Täter und einen Komplizen jedoch festnehmen.
Weil er so viel Geld an einem Spielautomaten gewonnen hatte, wurde ein Mann in Malsch von einem Räuber mit einer Pistole bedroht und ausgeraubt. Die Polizei konnte den mutmaßlichen Täter und einen Komplizen jedoch festnehmen. © Seibel
12.10.2011

Mit Pistole Glückspilz bedroht und um Gewinn erleichtert

Malsch/Ettlingen. Nach einem schweren Raub in Malsch hat die Polizei in Ettlingen einen 21-jährigen Tatverdächtigen festgenommen. Sein mutmaßlicher 25-jähriger Komplize hatte sich danach der Polizei gestellt.

Unter dem dringenden Verdacht, in den vorangegangenen Nachtstunden einem 45 Jahre alten Mann in einem Zimmer an der Hauptstraße in Malsch unter Drohung mit einer Schusswaffe mehrere hundert Euro geraubt zu haben, nahmen Beamte der Kriminalaußenstelle Ettlingen und des Polizeipostens Malsch am Dienstagvormittag einen 21 Jahre alten Mann fest.

Nach den bisherigen Ermittlungen hatte der spätere Geschädigte nach einem Geldgewinn in einer Malscher Gaststätte erheblich dem Alkohol zugesprochen. Dabei kam es zur Begegnung mit den späteren Tätern, wobei er den beiden später in das Zimmer des 25-Jährigen folgte. Hier zog dann der 21-Jährige eine Pistole, bedrohte den 45-Jährigen und nahm dessen Barschaft an sich.

Während der Zimmerbewohner, der nicht in das eigentliche Geschehen eingegriffen hatte, offenbar ins Lokal zurückkehrte, flüchtete der Haupttäter in zunächst unbekannte Richtung.

Nach Erstattung der Anzeige konnte die Kriminalaußenstelle Ettlingen den Kreis der Ermittlungen immer enger um den 21-Jährigen ziehen. Als die Beamten dann im Lauf des Vormittages einen möglichen Hinwendungsort in Malsch überprüften, lief ihnen der aufgrund seiner Körpermaße auffällige Verdächtige direkt in die Arme. Sein mutmaßlicher Komplize, der 25 Jahre alte Bewohner des Tatzimmers, stellte sich den Ermittlungsbehörden am Dienstagnachmittag beim Polizeirevier am Karlsruher Marktplatz.

Bei seinen ersten Vernehmungen machte der bereits einschlägig in Erscheinung getretene junge Mann von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch. Der andere Verdächtige machte zwar Angaben zum Tathergang; diese erscheinen bislang aber wenig glaubwürdig.

Während weitere Ermittlungen unter anderem zum Verbleib der Tatwaffe und der Beute zur Stunde noch andauern, stellt die Staatsanwaltschaft gegen den 21 Jahre alten Hauptverdächtigen Antrag auf Erlass eines Haftbefehls. Der 25-jährige kam nach Abschluss der Erstmaßnahmen wieder auf freien Fuß. pol