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26.06.2014

Mitarbeiter der Stadt Kraichtal soll sich auf Stadtkosten bereichert haben

Karlsruhe/Kraichtal. Ein Mitarbeiter der Stadt Kraichtal steht im Verdacht, sich über Jahre hinweg ohne Kenntnis der Stadtverwaltung durch fingierte Käufe von Grundstücken bereichert und in die eigene Tasche gewirtschaftet zu haben. Aufgeflogen ist der jahrelange Schwindel durch eine Umstellung der EDV.

Die Ermittlungen des Kriminalkommissariats Bruchsal konzentrieren sich auf einen Bediensteten der Stadt, der in den vergangenen Jahren durch Fälschung von Unterschriften und Nutzung fingierter Namen mehrere hunderttausend Euro Schaden verursacht haben dürfte. Hierbei hat der Mann offensichtlich über Jahre hinweg erfolgreich vorgetäuscht, von teilweise nicht existenten Personen Acker- und Wiesengelände auf der Gemarkung Kraichtal mittels Barscheck für die Stadt anzukaufen.

Der Mann räumte zwischenzeitlich seine jahrelangen Verfehlungen ein. In weit über hundert Fällen dürfte er ohne Wissen seiner Vorgesetzten die für die vermeintliche Bezahlung der Grundstücke bei der Gemeindekasse erhobenen Barschecks eingelöst und für private Zwecke verwendet haben.

Der Gemeindebedienstete kam nach seiner vorläufigen Festnahme am vergangenen Freitag in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Karlsruhe mangels Haftgrundes wieder auf freien Fuß. Die Ermittlungen des Kriminalkommissariats Bruchsal, mit dem Ziel die Vielzahl der Fälle lückenlos aufzuklären, dauern noch länger an.