nach oben
Ein Kran hebt die Lok des Güterzugs aus dem Gleisbett. Foto: Uwe Anspach
Ein Kran hebt die Lok des Güterzugs aus dem Gleisbett. Foto: Uwe Anspach
05.08.2014

Monatelange Ermittlungen nach Zugunglück in Mannheim erwartet

Mannheim (dpa/lsw) - Nach dem Zugunglück in Mannheim ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Körperverletzung. Außerdem werde geprüft, ob eine Pflichtverletzung von einer oder mehrerer Personen vorliege, sagte ein Sprecher am Dienstag. Die Behörde stellt sich auf monatelange Ermittlungen ein. Neben der Vernehmung von Zeugen werde es vor allem auf ein Gutachten zum Unfallhergang vom Eisenbahn-Bundesamt (EBA) ankommen, sagte der Sprecher.

Hierfür konzentrierten sich die Untersuchungen von Experten der Eisenbahn-Unfalluntersuchungsstelle des Bundes auf die Auswertung der Fahrtenschreiber. Zudem werde der Funkverkehr ausgewertet, sagte eine EBA-Sprecherin. Weiter überprüft werden von den Bahn-Spezialisten den Angaben zufolge auch die beteiligten Fahrzeuge.

Unterdessen geht die Instandsetzung der Strecke an der Unglücksstelle weiter. Am Dienstagmittag waren Arbeiter damit beschäftigt, beschädigte Kabel im Bereich der Gleise zu ersetzen. «Ab Dienstagnacht soll mit der Reparatur der Gleise begonnen werden», sagte ein Bahnsprecher. Schienen und Schwellen müssten ausgetauscht werden. Ende der Woche könnten die Arbeiten abgeschlossen sein.

Bei dem Zugunglück am vergangenen Freitag waren 35 Menschen verletzt worden, vier davon schwer. Ein Güterzug hatte einen Eurocity mit 250 Passagieren an Bord gerammt. Fünf der neun Wagen des Eurocitys entgleisten, zwei Waggons mit 110 Menschen kippten um.