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Die schwierige Spurensuche im Mordfall Nadine Ertugrul und die weiteren Ermittlungen einer Sonderkommission haben dazu geführt, dass die Polizei einen Anfangsverdacht gegen einen Mann aus dem persönlichen Umfeld des Mordopfers hat. Der Tatverdächtige wurde bereits vernommen.  
Die schwierige Spurensuche im Mordfall Nadine Ertugrul und die weiteren Ermittlungen einer Sonderkommission haben dazu geführt, dass die Polizei einen Anfangsverdacht gegen einen Mann aus dem persönlichen Umfeld des Mordopfers hat. Der Tatverdächtige wurde bereits vernommen.   © Symbolbild: dpa
10.12.2015

Mord an Nadine Ertugrul: Polizei vernimmt Tatverdächtigen

Ludwigsburg. Nachdem die seit dem 12. Oktober aus Ludwigsburg-Eglosheim vermisst gemeldete Nadine Ertugrul am 20. Oktober von Einsatzkräften einer Suchaktion in einem Gebüsch neben der einer S-Bahn-Linie tot aufgefunden wurde, sind die intensiven Ermittlungen der beim Polizeipräsidium Ludwigsburg eingerichteten Sonderkommission „Allee“ nach wie vor nicht abgeschlossen. Die bisher gewonnenen Ermittlungsergebnisse führten aber zu einem Anfangsverdacht gegen einen Tatverdächtigen aus dem persönlichen Beziehungsumfeld.

Die Sonderkommission „Allee“ geht nach wie vor von einer Beziehungstat aus dem näheren oder weiteren Umfeld des Opfers aus. Gegen den Tatverdächtigen richteten sich in dieser Woche umfangreiche kriminalpolizeiliche Maßnahmen, aber bislang konnte der Tatverdacht nicht weiter untermauert werden.

Das Opfer hatte das Haus, in dem sie gemeinsam mit ihrer Familie lebte, am 12. Oktober gegen 20.30 Uhr verlassen und seitdem fehlte von ihr jede Spur. Die zum Zeitpunkt des Auffindens völlig unbekleidete Leiche wies massive Schnittverletzungen im Halsbereich auf, die ihr mit einem scharfen Gegenstand beigebracht worden waren.

In der ersten Phase der Ermittlungen wandte sich die Sonderkommission mit mehreren Presseveröffentlichungen sowie mit Plakat- und Flugblattaktionen im erweiterten Bereich des Auffindeortes an die Öffentlichkeit. Seither gingen bei den Ermittlern über 130 Hinweise ein. Deren Aufarbeitung dauert derzeit ebenso an wie die Bearbeitung von über 200 Spuren. Die Sicherung und Auswertung von Spuren im Bereich des Auffindeortes wurde dabei durch Faktoren wie die vermutlich längere Liegezeit und die Witterungseinflüsse erschwert, die mitunter zu unterschiedlichen Interpretationen durch Fachgutachter führten.