nach oben
26.01.2016

Mord im Kosmetiksalon aus verletzter Ehre

Freiburg. Hinter den tödlichen Schüssen auf eine junge Frau in einem Freiburger Kosmetiksalon steckt nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft die verletzte Ehre des Angeklagten. Die Tat gleiche einer Hinrichtung, sagte der Ankläger zum Auftakt des Prozesses am Dienstag vor dem Freiburger Landgericht. Ein 43 Jahre alter Industrielackierer muss sich dort viereinhalb Monate nach der Tat wegen Mordes verantworten.

Der Mann soll Mitte September 2015 die 21-Jährige in dem Salon mit drei Schüssen getötet haben. Wenige Minuten nach der Attacke stellte er sich der Polizei. Als Motiv nennt die Anklage familiäre Streitigkeiten. Den Behörden war der Mann bereits zuvor wegen mehrerer Gewaltdelikte bekannt. Der Angeklagte habe aus kurzer Entfernung und ohne Vorwarnung drei Schüsse auf seine Stieftochter abgegeben, sagte der Staatsanwalt. Die junge Frau arbeitete in dem Kosmetikstudio. Ihre Chefin und zwei Kundinnen wurden Zeugen der Tat. Der Mann habe seine Stieftochter für das Ende seiner Beziehung verantwortlich gemacht und Rache genommen, hieß es in der Anklage.