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24.09.2012

Mord nach Zwangsversteigerung - Rentner vor Gericht

Baden-Baden/Rastatt. Ein 68 Jahre alter Rentner muss sich seit Montag vor dem Landgericht Baden-Baden verantworten, weil er den Käufer seines Hauses erschossen haben soll. Die Immobilie war im vergangenen Jahr zwangsversteigert worden.

Als der 36 Jahre alte, neue Eigentümer sein Heim begutachten wollte, erschoss ihn der Rentner mit einer Schrotflinte. Der Vater des Opfers eilte nach dem Schuss ins Haus und konnte den Täter entwaffnen. Die Anklage lautet auf Mord und versuchten Totschlag.

Zum Auftakt präsentierte sich der Angeklagte als Pflegefall. Er wurde im Rollstuhl in den Gerichtssaal geschoben. Helfer tupften dem Mann immer wieder Spucke ab, die aus seinem Mund tropfte. Gutachter halten den Rentner jedoch für verhandlungsfähig. Vor zwei Wochen habe man sich mit ihm noch gut unterhalten können, hieß es. Über seinen Anwalt ließ der Angeklagte wissen, dass er keine Angaben machen wolle. Die Richter unterbrachen die Verhandlung wegen des schlechten Gesundheitszustandes des Mannes. Am 2. Oktober soll es weitergehen. Insgesamt sind acht Verhandlungstage angesetzt.