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Im Freiburger Mordprozess gegen den Flüchtling Hussein K. rücken am Tatort gefundene DNA-Spuren in den Mittelpunkt. Ein winziges Haar führte die Ermittler zu dem Mann, der nun vor Gericht steht. 
Im Freiburger Mordprozess gegen den Flüchtling Hussein K. rücken am Tatort gefundene DNA-Spuren in den Mittelpunkt. Ein winziges Haar führte die Ermittler zu dem Mann, der nun vor Gericht steht.  © dpa
14.11.2017

Mordprozess um Hussein K. prüft DNA-Spuren vom Tatort

Freiburg/Enzkreis. Im Prozess gegen den Flüchtling Hussein K., der eine aus dem Enzkreis stammende Studentin ermordet haben soll, geht es am Dienstag vor dem Landgericht Freiburg um DNA-Spuren vom Tatort. Eine Sachverständige des Landeskriminalamtes (LKA) in Stuttgart stellt dazu ihr Gutachten vor.

Es geht um die Frage, ob die Körperspuren eindeutig dem Angeklagten zugeordnet werden können. In einem Gebüsch nahe des Tatorts hatte die Polizei ein auffällig blondiertes Haar entdeckt, mit ihm war sie auf die Schliche des nun Angeklagten gekommen. Rund sieben Wochen nach der Tat war der in Freiburg lebende Flüchtling festgenommen worden.

Hussein K. werden Mord und besonders schwere Vergewaltigung vorgeworfen. Er hat zugegeben, vor rund 13 Monaten in Freiburg eine 19 Jahre alte Studentin vergewaltigt und bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt zu haben. Die Frau ertrank im Wasser des Flusses Dreisam.

Es geht in dem Prozess auch um die Frage, wie alt der vor der Jugendkammer stehende Mann tatsächlich ist. Dies wird Auswirkungen auf die Höhe der Strafe haben. Er selbst hatte angegeben, aus Afghanistan zu kommen und 17 Jahre alt zu sein. Zum Prozessauftakt gab er aber zu, beim Alter gelogen zu haben. Die Staatsanwaltschaft hält Hussein K. für mindestens 22 Jahre. Entsprechende Gutachten stützen dies. Ein Urteil soll im nächsten Frühjahr gesprochen werden.

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Isis
14.11.2017
Mordprozess um Hussein K. prüft DNA-Spuren vom Tatort

Das mit dem Alter ist doch wohl endlich durch nach über 1 Jahr. Mein Gott, die Angehörigen gehen durch die Hölle. mehr...

OB-Kandidat
14.11.2017
Mordprozess um Hussein K. prüft DNA-Spuren vom Tatort

[QUOTE=Isis;289770]Das mit dem Alter ist doch wohl endlich durch nach über 1 Jahr. Mein Gott, die Angehörigen gehen durch die Hölle.[/QUOTE] Erstaunlich, dass man die DNA-Spuren vom Tatort prüft, obwohl der Verdächtige seine Anwesenheit längst zugegeben hat. Soweit ich weiss, handelt es sich um ein blondiertes Haar, was man in einem Gebüch sichergestellt hat. Was möchte man mit der Prüfung der DNA jetzt noch nachweisen? mehr...

foodo
14.11.2017
Mordprozess um Hussein K. prüft DNA-Spuren vom Tatort

Es ging auch um das blondierte Haar, aber nicht nur. Ich denke, die Aussage der Sachverständigen gehört schlicht noch zur Beweisaufnahme.... mehr...

Anno nymus
14.11.2017
Mordprozess um Hussein K. prüft DNA-Spuren vom Tatort

Richtig. Die PZ - Überschrift ist da etwas irreführend. Die DNA-Spuren wurden bereits geprüft nach dem Fund am Tatort. So konnte der Täter schlußendlich auch ermittelt werden. Vor Gericht geht es, wie sie schon sagen, um die Beweisaufnahme. Überschriftenleser können da etwas durcheinander kommen.... mehr...