nach oben
22.06.2012

Morgan-Stanley-Vorstand: EnBW-Kaufpreis korrekt ermittelt

Der baden-württembergische Rechnungshof will am Dienstag sein mit Spannung erwartetes Gutachten zum EnBW-Deal veröffentlichen. Ein Vorstandsmitglied der Investmentbank Morgan Stanley hat jetzt vor dem EnBW-Untersuchungsausschuss beteuert, man habe den Kaufpreis für den Energieversorger korrekt ermittelt.

Die Bank habe den Preis Ende 2010 «nach allen Regeln der Kunst» bewertet, sagte der für Fusionen zuständige Vorstand, Kai Tschöke, am Freitag als Zeuge in Stuttgart. Er widersprach damit dem Vorwurf der grün-roten Koalition, dass der frühere Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) und der Deutschlandchef von Morgan Stanley, Dirk Notheis, bereits zu Beginn der Verhandlungen mit dem französischen Energiekonzern EDF den Preis auf 40 Euro pro Aktie festgelegt haben.

«Der Preis ist dann fixiert, wenn der Vertrag unterschrieben ist», sagte Tschöke. Grüne und SPD halten den Preis von 4,7 Milliarden Euro für rund 45 Prozent der Aktien an der EnBW für deutlich überhöht. dpa

Leserkommentare (0)