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Mutmaßlichem Agentenpaar droht mehrjährige Haft. Foto: dpa
Mutmaßlichem Agentenpaar droht mehrjährige Haft © dpa
11.06.2013

Mutmaßlichem Agentenpaar droht mehrjährige Haft

Wegen jahrelanger Spionage droht einem mutmaßlichen russischen Agenten-Ehepaar eine Haftstrafe von mehreren Jahren.

Ihr Verrat sei schädlich gewesen und habe die Sicherheitspolitik beeinflusst, sagte der Bundesanwalt in seinem Plädoyer am Dienstag vor dem Stuttgarter Oberlandesgericht. Der Vorwurf lautet auf «geheimdienstliche Agententätigkeit». Das Verfahren zählt zu den größten Spionageprozessen seit dem Ende des Kalten Krieges.

Getarnt als biederes Ehepaar, sollen Heidrun und Andreas Anschlag dem russischen Geheimdienst SWR über Satellit und Verstecke wie «tote Briefkästen» mehrere hundert geheime Dokumente und Informationen von Nato und EU zugespielt haben. Dafür kassierten sie nach Überzeugung der Ankläger zuletzt rund 100 000 Euro jährlich. Das konkrete geforderte Strafmaß sollte am Nachmittag bekanntgegeben werden. Das Urteil könnte nach derzeitiger Planung am 2. Juli verkündet werden.

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