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Beziehungsdrama in Wiesloch: Ein 42-Jähriger hat seine Freundin erwürgt und dann mit der Nagelschere auf sie eingestochen.
Beziehungsdrama in Wiesloch: Ein 42-Jähriger hat seine Freundin erwürgt und dann mit der Nagelschere auf sie eingestochen. © dpa
13.09.2011

Mutmaßlicher Frauenmörder landet in Psychiatrie

Wiesloch. Die Staatsanwaltschaft Heidelberg hat gegen den 42-jährigen Mann, der in dringendem Verdacht steht, am Montagnachmittag eine 52-jährige Frau in Wiesloch getötet zu haben, eine einstweilige Unterbringung wegen heimtückischen Mordes erwirkt. Der Tatverdächtige wurde anschließend in die geschlossene Abteilung des Psychiatrischen Zentrums Nordbaden nach Wiesloch eingeliefert.

Bei der Obduktion des Opfers am Dienstag in der Rechtsmedizin der Universität Heidelberg stellte sich heraus, dass der Tod der Frau durch Erwürgen eintrat. Die zahlreichen Stichverletzungen, die dem Opfer anschließend mit einer Nagelschere beigebracht wurden, waren nicht todesursächlich.

Nach den bisherigen Ermittlungen geht die Polizei von einer Beziehungstat aus. Der mutmaßliche Täter und das Opfer hatten seit über zwei Jahren eine Beziehung, die die 52-jährige vor wenigen Tagen beendete. In seinen Vernehmungen hat der Tatverdächtige ein Geständnis abgelegt und die Tatbegehung eingeräumt.

Eine Zeugin hatte über Notruf die Polizei darüber verständigt, dass ein Mann in jenem Hause randalieren und Gegenstände aus der Wohnung werfen würde. Als kurze Zeit später eine Polizeistreife das Haus betreten wollte, kam den Beamten ein Mann aus dem Haus entgegen, der blutverschmierte Kleidung trug. Der 42-jährige wurde widerstandslos festgenommen.

Er äußerte spontan, dass er eine Frau umgebracht hätte. Die Überprüfung der Wohnung bestätigte diese Angaben. pol