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Ein Achtjähriger musste nach einem Wohnungsbrand in Karlsruhe reanimiert werden.
Ein Achtjähriger musste nach einem Wohnungsbrand in Karlsruhe reanimiert werden. © Symbolbild: dpa
07.11.2012

Mutter und Sohn nach Brand außer Lebensgefahr

Karlsruhe. Die 30-jährige Mutter und ihr 8 Jahre alter Sohn, die am späten Dienstagnachmittag nach einem Brand ihrer Wohnung mit einer Rauchvergiftung in eine Spezialklinik eingeliefert worden sind, befinden sich inzwischen außer Lebensgefahr. Nach Mitteilung der behandelnden Ärzte hat sich der Zustand der Mutter inzwischen so weit gebessert, dass sie das Krankenhaus spätestens am Donnerstag verlassen kann. Auch ihr Sohn konnte noch vor Ort erfolgreich reanimiert werden.

Ihre 14 Jahre alte Tochter, die zum Zeitpunkt des Brandes ebenfalls in der Wohnung war, konnte flüchten und die Nachbarschaft verständigen, von wo aus die Feuerwehr alarmiert werden konnte. Auch sie wurde für eine Nacht zur Beobachtung in einer Karlsruher Klinik aufgenommen und befindet sich jetzt in der Obhut von Angehörigen.

Bei der genauen Untersuchung der vom Brand betroffenen Dachwohnung entdeckten die Ermittler der Kriminalpolizei im Kinderzimmer nunmehr eindeutige Spuren, denen zufolge der 8-Jährige in seinem Bett offenbar gezündelt und den Brand so verursacht hat.

Das Feuer brach aus bislang unbekannter Ursache kurz nach 18 Uhr in der Dachgeschosswohnung eines viergeschossigen Wohnhauses im Karlsruher Stadtteil Durlach aus.

Die Berufsfeuerwehr Karlsruhe und die Freiwillige Feuerwehr Durlach, die mit insgesamt 56 Mann im Einsatz waren, konnten nach Betreten des Hauses die Mutter im Flur antreffen und aus dem Hause evakuieren. Der Sohn wurde in bewusstlosem Zustand in der Wohnung aufgefunden und den vor Ort befindlichen Rettungskräften übergeben. Nach erfolgreicher Reanimation wurde er in die Kinderklinik eingeliefert. Die Mutter und die Tochter wurden nach der Erstversorgung ebenfalls stationär im Krankenhaus aufgenommen. Die Rauchgasvergiftungen von Mutter und Sohn sind so stark, dass sie im Anschluss in Spezialkrankenhäuser mit Druckkammern geflogen werden mussten. Das DRK war mit insgesamt 15 Mann, darunter 2 Notärzte am Brandort.

Durch die Brandeinwirkung wurde die Wohnung der Betroffenen total zerstört. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 100.000 Euro geschätzt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Die restlichen Bewohner des Hauses mussten aufgrund der Rauchentwicklung ihre Wohnungen verlassen, konnten diese aber nach Löschung des Brandes und Entlüftung des Gebäudes wieder betreten. Um die Unterbringung der Familie kümmern sich die städtischen Behörden.

Für die Dauer der Brandbekämpfung mussten die Christof- und die Ernst-Friedrich-Straße gesperrt werden. Die Sperrung konnte um 20.20 Uhr wieder aufgehoben werden.