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20.02.2015

NSU-Untersuchungsausschuss befragt weitere Experten

Stuttgart (dpa/lsw) - Die Journalistin Andrea Röpke hat den NSU-Untersuchungsausschuss in Stuttgart aufgefordert, Verbindungen der rechtsextremen Szene zur organisierten Kriminalität zu prüfen. Die in Heilbronn getötete Polizistin Michèle Kiesewetter sei in ihrer thüringischen Heimat zeitweise mit einem Türsteher liiert gewesen. Die Ermittler hätten das aber nicht weiter verfolgt, sagte Röpke als Zeugin im Ausschuss am Freitag in Stuttgart. Die Mischszene der Hooligans, Rocker, Türsteher und Neonazis müsse näher beleuchtet werden, um mehr Licht in den Mordfall Kiesewetter zu bekommen.

Den Terroristen des «Nationalsozialistischen Untergrunds» (NSU) werden zehn Morde von 2000 bis 2007 zugerechnet - an Kleinunternehmern ausländischer Herkunft und an Kiesewetter in Heilbronn. Der Untersuchungsausschuss des Landtags soll die Beziehungen der Rechtsterroristen nach Baden-Württemberg ausleuchten.