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Zwei Männer eines polnischen Renault flüchteten nach einem Unfall auf der A8 zu Fuß vor der Polizei. Nach drei Stunden konnten sie festgenommen werden. 
Zwei Männer eines polnischen Renault flüchteten nach einem Unfall auf der A8 zu Fuß vor der Polizei. Nach drei Stunden konnten sie festgenommen werden.  © Symbolbild PZ
04.01.2015

Nach A8-Unfall vor Polizei geflüchtet: dreistündige Verfolgungsjagd

Drei Stunden lang hat die Polizei bei Ulm zwei zu Fuß fliehende Männer verfolgt. Dabei fing alles ganz harmlos mit einem Auffahrunfall auf der A8 an. Erst als die beiden Insassen nach dem Unfall schlagartig ihren mehr oder weniger eigenen Renault Laguna mit polnischer Zulassung verließen, über die Leitplanken kletterten und Fersengeld gaben, wurde eine umfangreiche Verfolgungsjagd daraus.

Wie die Polizei in der Nacht zum Sonntag mitteilte, hatten die beiden Unfallflüchtigen am Samstag gegen 13 Uhr einen eher harmlosen Auffahrunfall auf der A8 bei Mühlhausen im Täle (Landkreis Göppingen) verursacht. Als die Beamten eintrafen, rannten die zwei 35-Jährigen ins Gelände davon, aber nicht nur, um sich der Regelung des 8000-Euro-Schadens zu entziehen, wie die Polizei später ermitteln konnte.

Die Beamten vor Ort setzten zur Verfolgung zu Fuß an, ihre Kollegen tauschten einen Streifenwagen gegen ein geländegängigeres Einsatzfahrzeug mit Schneeketten und unterstützten bei der Fahndung nach den beiden Flüchtenden. Dank winterlicher Landschaft zeichnete sich eine deutliche Spur der beiden Flüchtenden im Schnee ab. Zur Fahndung nach den beiden setzte die Polizei unter anderem fünf Streifenwagen und einen Polizeihubschrauber ein.

Nach rund drei Stunden Verfolgung zu Fuß konnten die beiden Getürmten am Samstagnachmittag dingfest gemacht werden. Die Gründe für ihre Flucht dürfte nach derzeitigem Ermittlungsstand weniger in dem an sich unbedeutendem Auffahrunfall liegen: Im Fahrzeug der beiden aus Polen stammenden Männer wurden umfangreiches typisches Einbrecherwerkzeug gefunden, über einen Führerschein verfügte auch keiner der beiden, über die Besitzverhältnisse hinsichtlich ihres Autos blieb zunächst auch noch die eine und andere Frage offen.

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